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25.05.2007

Viele Metallarbeiter von Tariferhöhung ausgeschlossen - Spiegel

HAMBURG (Dow Jones)--Mehrere tausend Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie sind von der ab Juni gültigen Tariferhöhung um 4,1% ausgeschlossen. Der Grund ist die schrittweise Einführung des neuen Entgeltrahmentarifvertrages (ERA), der spätestens Ende 2008 das bisherige Tarifsystem ablösen soll, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" laut Vorabbericht vom Freitag berichtet. Nach dem neuen System wird bei der Entlohnung kein Unterschied mehr zwischen Angestellten und gewerblichen Mitarbeitern gemacht. Dafür müssen sämtliche 3,4 Millionen Beschäftigte der Branche in neue Entgeltgruppen einsortiert werden.

HAMBURG (Dow Jones)--Mehrere tausend Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie sind von der ab Juni gültigen Tariferhöhung um 4,1% ausgeschlossen. Der Grund ist die schrittweise Einführung des neuen Entgeltrahmentarifvertrages (ERA), der spätestens Ende 2008 das bisherige Tarifsystem ablösen soll, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" laut Vorabbericht vom Freitag berichtet. Nach dem neuen System wird bei der Entlohnung kein Unterschied mehr zwischen Angestellten und gewerblichen Mitarbeitern gemacht. Dafür müssen sämtliche 3,4 Millionen Beschäftigte der Branche in neue Entgeltgruppen einsortiert werden.

Die Arbeitgeberseite nutzt ERA den weiteren Angaben zufolge jedoch offenbar dazu, ihre Lohnkosten systematisch zu drücken, indem sie Mitarbeiter massenhaft in schlechtere Entgelttabellen einsortiert als bisher. Eine Besitzstandsgarantie sieht zwar vor, dass niemandem das Gehalt gekürzt werden darf. Doch wer sich nicht fristgerecht gegen die niedrigere Eingruppierung wehrt, bekommt - bis auf das Tarifgebiet Niedersachsen und Sachsen-Anhalt - künftig so lange keine oder nur eine geringe Tariferhöhung, bis sein Gehalt der zugeordneten Entgeltgruppe entspricht.

Bundesweit laufen in zahlreichen Betrieben derzeit umfangreiche Widerspruchsverfahren, um die niedrigere Eingruppierung noch abzuwenden. Allein bei Siemens protestieren mehr als 3.000 Mitarbeiter gegen die schlechtere Bezahlung, im Daimler-Chrysler-Werk in Bremen legten von 14.500 Beschäftigten 7.800 Widerspruch gegen die Herabstufung durch den Arbeitgeber ein.

Webseite: www.spiegel.de

DJG/kth

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