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10.11.2000 - 

Schlechte Aussichten für die zweite Reihe

Viele Portale werden wieder schließen müssen

MÜNCHEN (CW) - Von den europäischen Megaportalen wird laut einer aktuellen Studie nur eine Handvoll überleben. Aber auch die Großen der Branche können sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn spezialisierte Angebote machen ihnen künftig die Kunden streitig.

"Shakeout" nennen es Analysten, wenn der Markt um die Mehrzahl der Angebote bereinigt wird. Ähnliches erwarten die Marktforscher von Forrester Research auch für den Bereich der Internet-Portale in Europa. Laut einer aktuellen Studie dürften nur wenige Sites den kommenden Prozess der "Gesundschrumpfung" überleben, die anderen werden entweder übernommen, richten sich neu aus oder funsionieren mit Schicksalsgenossen.

Zu den voraussichtlichen Siegern zählen amerikanische Portale à la Yahoo, die allein durch ihren Bekanntheitsgrad viele Surfer anlocken würden. Hinzu kommen Zugangs-Provider wie AOL und T-Online, die einerseits durch ihre Kunden ausreichend Verkehr generieren und andererseits über eine starke Kapitaldecke verfügen. In ganz Europa, so die Analysten, würden lediglich drei dominante nationale Portale übrig bleiben, die zudem teilweise auf die finanzielle Unterstützung von TK-Unternehmen angewiesen sind.

Auch wird der Anteil von Neueröffnungen im Portalbereich zurückgehen. Forrester erwartet, dass Investoren und Venture-Kapitalisten ihre Gürtel künftig enger schnallen und weniger Geld für Angebote der zweiten oder dritten Reihe ausgeben. Dies hängt auch damit zusammen, dass künftig die Kunden seltener mit dem PC als vielmehr mit ihrem Handy im Internet surfen werden. Die Folge davon ist, dass sich der Einfluss der traditionellen Portale verringern wird, wenn sie den Umstieg in die drahtlose Welt nicht schaffen.

Aber selbst die Großen der Branche können sich nicht lange über ihren Sieg freuen. Laut Forrester entstehen zunehmend spezialisierte Angebote im Web, die ebenfalls um die Gunst der Marketing-Etats buhlen. Mit einer genauer definierten Zielgruppe hätten es die neuen Angebote im Kampf um die Kunden leichter als die traditionellen Megaportale.