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09.01.1987 - 

Bei der Suche nach akademischem Ingenieurnachwuchs:

Viele Unternehmen auf der Warteliste

NÜRNBERG (CW) - Der Ingenieurbedarf wird gerade für komplexe Anwendungen in der Informationstechnik weiter steigen.

Dringend ist deshalb nach Ansicht des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Nürnberg, Konsul Senator Walter Braun, der rasche weitere Ausbau der modernen Ingenieurwissenschaften. Für Nordbayern könne das Konzept der Universität Erlangen-Nürnberg Modellcharakter haben.

"Die Technische Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg hält mit der Nachfrage nach ihren Absolventen in der nordbayerischen Wirtschaft bei weitem noch nicht Schritt, obwohl sie inzwischen mehr als 4500 Studierende zählt", so Braun. Denn "es gibt Wartelisten und Vormerkungen für interessierte Unternehmen aus den Bereichen Elektrotechnik und Elektronik, elektronische Maschinen, Kunststoff, Keramik und Glas."

Das Konzept der Universität Erlangen-Nürnberg, das zum 20jährigen Bestehen der Erlanger Technischen Fakultät vorgelegt wurde, umfaßt 25 neue Lehrstühle der Technik und benachbarter Naturwissenschaften. Es konzentriert sich auf Fertigungstechnik und Automation, Informatik, neue Werkstoffe, Elektrotechnik, Chemieingenieurwesen und Bioverfahrenstechnik, Biologie und Physik. Der Investitionsaufwand liegt bei 130 Millionen Mark; hinzu kommen etwa 15 Millionen Mark jährliche Folgekosten.

Der Ingenieurbedarf muß laut Braun unter neuen Prämissen gesehen werden. Die Mikroelektronik und Informationstechnik auf der einen Seite, die neue Fertigungstechnik, die neuen Werkstoffe und die neuen biotechnischen Verfahren auf der anderen Seite spiegelten einen Prozeß wider, der durch alle Branchen hindurchgehe.

Bei der neuen "Manpower" gefragt seien in erster Linie Mitarbeiter höherer Qualifikation, die der zunehmenden Vielfalt und Komplexität der Anwendungen gewachsen wären. Schulunterricht und Ausbildung, Studien- und Forschungsmöglichkeiten müßten nach Art und Umfang diesem Wandel angepaßt werden.