Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.01.1995

Viele Unternehmen ueberwachen ihre Systemaktivitaeten US-Manager nehmen Probleme mit der Softwarepiraterie ernst

SAN MATEO (IDG) - Die in den letzten Monaten weltweit angekurbelte Aufklaerungsarbeit sowie bekanntgewordene Razzien durch die Polizei gegen illegale Softwarenutzer der Publishers Association (SPA) tragen offensichtlich Fruechte. IS-Manager in den Vereinigten Staaten lassen sich gegen das Geschaeft mit unrechtmaessig kopierten Anwendungen mehr einfallen als in der Vergangenheit.

Rund 246 Millionen Dollar gehen Softwareherstellern woechentlich aufgrund von Raubkopien durch die Lappen, berichtet die CW- Schwesterpublikation "Infoworld" unter Berufung auf die Business Software Association, Washington. "Die Problematik ist MIS- Managern bereits seit laengerem bekannt, doch die Reaktion der Vorgesetzten liess einfach zu wuenschen uebrig", begruendet Ki Wilson, Senior Microcomputer Analyst bei der Stone Container Corp., Chikago, weshalb sich Raubkopierer in der Vergangenheit oftmals sicher waehnen konnten. Erst als Konsequenzen in Form von Razzien gezogen wurden, so Wilson, konnte die Software-Industrie einen Rueckgang beim Softwareklau feststellen.

Auch die Anstrengungen von DV-Verantwortlichen, Softwarepiraten das Handwerk zu legen, scheinen sich auszuzahlen. Als effektiv gegen unberechtigtes Duplizieren hat es sich etwa erwiesen, saemtliche Anwendungen auf dem Server mit einem Schreibschutz zu versehen, so "Infoworld". Dies sei beispielsweise mit Netzwerk- Betriebssystemen wie Novells Netware realisierbar. Nicht gefeit sei man bei dieser Methode allerdings dagegen, dass Anwender mitgebrachte Software in den PCs der Bueros kopieren. Um solche Massnahmen zu unterbinden, stehe sogar die Ueberwachung der Systemaktivitaeten auf der Tagesordung vieler US-Firmen.

Oft greifen Systemadministratoren zu Software, die es ihnen ermoeglicht, Festplatten der Anwender nach unrechtmaessiger Software zu durchsuchen. Die effektivste Loesung sei allerdings nach wie vor Aufklaerung. Unternehmensweite Hinweise auf sogenannten schwarzen Brettern fordern in zahlreichen US-Companies zur rechtmaessigen Verwendung von Applikationen auf. Viele Anwender wuessten immer noch nicht, dass das unautorisierte Kopieren von Programmen kein Kavaliersdelikt ist.

Bei der Track Data Corp., Brooklyn, New York, beispielsweise werden neue Angestellte stets darauf hingewiesen, dass illegales Kopieren von Softwarepaketen die fristlose Entlassung zur Folge hat, beschreibt Netzwerk-Manager Ben Rothke das Vorgehen seines Unternehmens.

Anwendern bei der Mead Fine Papers Division, Kingsport, Tennessee, drohen sogar - aehnlich wie bei Diebstaehlen - strafrechtliche Schritte. Eine hundertprozentige Sicherheit vor Softwareklau im Unternehmen gibt es allerdings nicht, "solange keine Diskless-PCs im Einsatz sind", gab Analyst Wilson zu bedenken.