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13.10.2000 - 

Gastkommentar

Viele virtuelle Unternehmen

Jörg Hubacher, Vorstandsvorsitzender der Amadee AG, Minden

Das Scheitern ehrgeiziger Online-Handelshäuser und die fällige Marktbereinigung haben die Internet-Branche verunsichert. Abgesänge auf die New Economy bleiben nicht aus. Da wird von Modeerscheinung gesprochen und scheinbar wissenschaftlich untermauert behauptet, dass es der Wirtschaft schadet, wenn alle ins Netz wollen.

Natürlich schafft die digitalisierte Wirtschaft keinen perfekten Markt. Aber sie verbessert zum Beispiel durch ein Plus an Transparenz die Preisfindung und senkt die Transaktionskosten mit Hilfe integrierter Prozessketten. Beides ist ökonomisch auf jeden Fall sinnvoll.

Ein Grund für die Probleme einiger Online-Marktplätze sind neben der hohen Cashburn-Rate im Marketing hohe Fixkosten bei der technischen Umsetzung. Die Investitionen für den Aufbau eines Online-Marktplatzes sind zu hoch. Hinzu kommen technische Mängel: Nach einer Nutzerbefragung der Boston Consulting Group gehören Systemabstürze zu den vier am häufigsten genannten Problemen beim Online-Handel.

Ein Marktplatz wird umso komplexer, je integrierter die Geschäftsprozesse sind. Andererseits liegt gerade in der Vernetzung der Marktteilnehmer und der damit verbundenen Liquidität des Marktes das große ökonomische Potenzial. Was für einen Durchbruch der B-to-B-Marktplätze also fehlt, sind viele unabhängig agierende virtuelle Unternehmen, die ihre Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungskette ausbauen und dadurch profitabel sind. Aber das ist eine Sache der technischen und betriebswirtschaftlichen Infrastruktur und kein grundsätzliches ökonomisches Problem.