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28.03.2007

Vieler International wählt R/3 4.7 statt Mysap ERP 2005

Statt auf Mysap ERP zu migrieren, hält das Unternehmen auch aus Kostengründen dem Vorgänger die Treue.

Unlängst hatte Vieler International GmbH + Co. KG (http://www.vieler.net/) das bestehende ERP-System R/3 4.0B auf 4.7 migriert. Neben dem kompletten Release-Wechsel wurde auch gleich das Betriebssystem aktualisiert: Die Software läuft nun nicht mehr auf Windows NT, sondern auch Windows Server 2003. Geblieben ist es bei der Informix-Datenbank.

Projektsteckbrief

Projektart: ERP-Migration von SAP R/3 4.0B auf 4.7.

Branche: Fertigungsindustrie.

Zeitrahmen: 4 Monate.

Stand heute: Neues R/3- Release läuft stabil.

Produkte: SAP R/3 4.7.

Dienstleister: Uniorg, Dortmund.

Das in Iserlohn beheimatete Unternehmen beschäftigt etwa 200 Mitarbeiter. Zu den Produkten zählen hochwertige Tür- und Fensterbeschläge aus Edelstahl.

Begleitet hat das in Dortmund ansässige SAP-Partner Uniorg den Systemwechsel. In weniger als vier Monaten konnte die Migration vollzogen werden und lag unter dem vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen.

Für einen Umstieg auf R/3 4.7 und nicht auf Mysap ERP 2005, das aktuelle Produkt von SAP, sprachen verschiedene Gründe. Laut IT-Leiter Hans Peter Borsch genügen dem Unternehmen die Funktionen von R/3 derzeit noch. Zudem hätte Borsch für den Mysap-Umstieg einen neuen Lizenzvertrag abschließen müssen, denn Vieler hat noch einen R/3-Kontrakt. Somit wären zusätzliche Lizenzkosten entstanden. SAP rechnet Investitionen in R/3 auf einen neuen Mysap-Vertrag an, wobei dieser Satz - je nach Dauer der R/3-Nutzung - von anfangs 90 Prozent kontinuierlich absinkt. Borsch zufolge liegt er derzeit bei etwa 55 Prozent.

Borsch und sein Team hatten sich schon einige Zeit Gedanken über die ERP-Installation gemacht und waren deswegen häufiger mit SAP in Kontakt getreten. In dieser Zeit wurde auch darüber nachgedacht, eventuell auf ERP-Produkte anderer Hersteller umzusteigen. "Wir wollten nach sechs Jahren wieder einen Release-Wechsel vornehmen, warten jetzt aber ab, wie sich Mysap weiterentwickelt". konkretisiert Borsch. Dem IT-Leiter fällt es schwer, SAPs neue Entwicklungen rund um "Netweaver" zu bewerten: "Uns reichten schon die Funktionen von R/3 4.0B." Der Umstieg auf 4.7 wurde vollzogen, um der erhöhten Wartungsgebühr für eine R/3-Version kleiner als 4.7 zu entgehen. Vieler International fährt das SAP-System mit 100 Named Users. Wegen einer laufenden Restrukturierung sind 15 Benutzerlizenzen nicht aktiv. Somit fallen dafür auch keine SAP-Wartungsgebühren an.

Im Gegensatz zu Vieler nehmen viele andere SAP-Kun- den Umstellungen auf Mysap ERP in Angriff, wobei auch hier oft eher die Wartungspolitik des Softwarekonzerns und we- niger die neuen Funktionen den Ausschlag geben. Siehe auch Seite 14. (fn)