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02.10.1987

Vielfalt der Systeme macht der Reisebranche das leben schwer

02.10.1987

Mit der Entscheidung der alten Univac-Anwender unter Europas Airlines, keine gemeinsame Sache mit British Airways, Swissair und KLM zu machen, ist die Touristikbranche nicht sehr glücklich. Das Interesse der Netzanbieter an einer Kompatibilität ihrer Reisevertriebssysteme untereinander - vom deutschen "Start" über das britische "Galileo" bis hin zum US-System "Sabre" - ist denn auch äußerst gering. Um die Reisebüros an ihr System zu binden, zahlen deutsche Reiseveranstalter und die Lufthansa sogar Incentives für Buchungen über Start. Peter-Mario Kubsch, Geschäftsführer von Studiosus Reisen in München, macht die Bedeutung der einzelnen Datennetze vom jeweiligen Sortiment abhängig. So könne für bestimmte Angebote sogar Btx die wirtschaftlichste Methode sein, Buchungsinformationen anzubieten oder abzurufen. Darüber, daß die Terminals heute am Reisecounter unentbehrlich sind, herrscht allerdings in der Branche Einigkeit. Das Münchner Unternehmen Intercontinental Reisen arbeitet gar, wie Prokurist Klaus Zielke berichtet, mit zwei amerikanischen Systemen zusammen. Der Berliner Reisebüro-Unternehmer Rudi Hardell, bei Start ein Mann der ersten Stunde, sieht schwarz für die "Unverbesserlichen", die sich den modernen Reisevertriebssystemen nicht anschließen wollen. Er erwartet von Amadeus eine Perfektionierung des Dienstleistungsangebots im Reisebüro. Daß Start auf die Umstellung vom Lufthansa- auf den Amadeus-Modus gut vorbereitet sein wird, verspricht Jürgen Bommer, als Geschäftsführer der Organisation einer der profiliertesten DV-lnsider der Reiseindustrie.

Klaus Zielke

Prokurist, Intercontinental Reisen, München

In Deutschland hat sich mit Start bereits ein DV-gestütztes Reisevertiebssystem durchgesetzt. Bildschirmtext, wie er heute ist, bietet dabei keine echte Alternative zur Start-Daten-Standleitung, denn dazu sind die Datenleitungen nicht schnell genug. Der Kunde will rasch bedient werden. Deshalb kommt Btx nur als Medium für die interne Verkaufsinformation innerhalb einer geschlossenen Benutzergruppe in Frage, nicht aber für interaktive Anwendungen.

Jetzt spricht alles von Amadeus. Aber in unserer Branche wartet man erst einmal ab. Amadeus könnte sich als Fehlgriff erweisen, weil sich parallel das Galileo-System entwickelt hat. Die Amadeus-Airlines mögen zwar, wie behauptet wird, im europäischen Markt für Linienflüge einen Anteil von 60 Prozent haben. Aber man darf nicht nur Europa sehen.

Im Flugverkehr zählen vor allem die internationalen Verbindungen. Dabei müssen Informationen, die man lokal nicht erfragen kann, schnell verfügbar sein. Wer in diesem Wettlauf der Systeme den asiatischen Markt zuerst anbieten kann, der macht wahrscheinlich das Rennen und wird überleben.

Aber als Reisevermittler dürfen wir uns ohnehin nicht allein nach der Lufthansa richten. Im europäischen Geschäft kann man zwar dem Kunden noch mit eigenen Erfahrungen helfen, aber für das Fernfluggeschäft - Afrika, Amerika, Ferner Osten - braucht man Anschluß an ein weltweites Netz.

Deshalb setzt unser Unternehmen nicht nur Start ein, sondern auch Terminals der amerikanischen Systeme Sabre und Delta, das heißt, drei Reservierungssysteme, die über drei verschiedene Bildschirme laufen - die alle nicht kompatibel miteinander sind.

Den Luxus, uns parallel an mehrere Netze anzuhängen, haben wir uns geleistet, weil wir sehr stark im Amerikageschäft tätig sind. Die meisten Reisebüros arbeiten freilich nur mit Start, im Fluggeschäft heißt das mit Lufthansa und ein paar anderen Fluggesellschaften, die man sofort reservieren kann. Aber ein Großteil muß auch weiterhin erst angefordert werden; das kostet viel Zeit. Meist ruft man doch selbst direkt bei den Fluggesellschaften an.

An dieser Situation wird sich auch künftig nichts ändern, denn in dieser Branche gibt es keinen gemeinsamen Kochtopf, aus dem man die Kunden bedient. Hier geht es um Neid, um Konkurrenz oder um Mitbestimmung. Bei dem Proporz von Amadeus mit vier gleichberechtigten Partnern ist es schon nicht ganz einfach, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Angesichts der Tarifsituation im Fluggewerbe und der Pläne zur Deregulierung wäre es wünschenswert gewesen, man hätte ein einheitliches Netz in Europa geschaffen.

So komme ich möglicherweise bald in die Situation, daß ich mir eigentlich auch einen "Galileo" hinstellen müßte, denn der Kunde will ein breitgefächertes Angebot haben. Wenn er bei mir einen bestimmten Flug nicht bekommt, den mein Konkurrent gleich um die Ecke über Galileo anbieten kann, habe ich das Nachsehen. Schon heute sieht's im Reisebüro fast aus wie bei einem Fernsehhändler. Hier steht das Start-Terminal, daneben ein Delta-Bildschirm, dann unser hausinterner IBM-Computer und hinten ein Gerät von Sabre. Das steht alles auf Dreharmen, damit man auf dem Tisch überhaupt noch Platz hat zum Arbeiten.

Vielleicht bekommen wir ja in zehn Jahren, wenn überall die Glasfaserkabel verlegt sind, eine Art High-Speed-Btx, an dem sich keiner vorbeischleichen kann. Bis dahin aber wird man, will man wettbewerbsfähig bleiben, nicht mit einem System auskommen.

Dr. Jürgen Bommer

Geschäftsführer Start-Datentechnik für Reise und Touristik GmbH, Frankfurt-Flughafen

Start hat zur Zeit etwa 40 Leistungsträger unter Vertrag, um dem Reisebüro ein gebündeltes Angebot machen zu können, angereichert mit Funktionen für den Ausdruck der Dokumente und Verkaufsbelege und mit Funktionen, die bis zur Buchhaltung reichen. Die Buchhaltung selbst wird von mehr als 12 Servicerechenzentren für die Reisebüros aufgrund der Informationen aus dem Start-System aufbereitet. Mehr als 4800 Terminals sind in etwa 2400 Reisebüros unter Vertrag. Dazu kommen noch einmal 1200 Btx-Terminals, die auf Start zugreifen können.

Seit Beginn bietet Lufthansa als Gesellschafter der Start und als einer der Leistungsträger über Start den Zugriff auf das LH-Reservierungssystem.

Über diesen Weg hat der Kunde beziehungsweise das Reisebüro den Zugriff auf Reservierungen für alle Linienfluggesellschaften. Und natürlich gab und gibt es dennoch Wünsche der Reisebüros auf Weiterentwicklung, die für den Luftverkehrsbereich von Lufthansa auch vorangetrieben wurde und wird. Ein großer Schritt in dieser Richtung wurde nun im Rahmen des Projektes Amadeus getan. Es wurden die Voraussetzungen getroffen, um 1989 mit einem erheblich vergrößerten System die Leistungen erbringen zu können, die heute oder später angefordert werden. Zu diesem Zeitpunkt wird Lufthansa das Amadeus-System anstelle des eigenen Reservierungssystems an Start anschließen.

Nun bleibt aber die Zwischenzeit bis zum Austausch der Verbindung nicht unbeobachtet. Die Entwicklungen gehen weiter. Dem Ziel, die weltweiten Flugplandaten unabhängig vom jeweiligen Carrier neutral darzustellen, ist man nähergekommen. Mit rund

80 000 Flügen (im Frühjahr 1987 waren es 60 000) wird eine Vielzahl von zusätzlichen Verbindungen aufgebaut, die nach den schnellsten Reisezeiten sortiert sind. Wer über Start eine bestimmte Verbindung abruft, erhält zuerst das Angebot der jeweiligen Fluglinie genannt, die auch die kürzeste Gesamtreisezeit zwischen Abflugort und Ziel anbietet.

Diese neue Sortierung des Flugangebots, bezogen auf die günstigsten Flugzeiten, ermöglicht es dem Reisebüro, seinen Kunden auf Anhieb das qualitativ beste Angebot zu nennen. Bis zum Ende dieses Jahres können über 150 000 Flüge, also etwa doppelt so viele wie heute, im LH/Start-System herangezogen werden.

Demnächst bietet die Lufthansa allen Autovermietungen die Möglichkeit, Informationen über ihre Angebote direkt in Start zu zeigen. Damit stellt Lufthansa den Mietwagenunternehmen ein System bereit, das Auskünfte über Preise und aktuelle Verfügbarkeiten gibt, jeweils sortiert nach Buchungsort und Anbieter. Ab Frühjahr 1988 ist dieses Verfahren so weit entwickelt, daß Buchungen möglich sein werden und daß der IATA-Code des buchenden Reisebüros zur Provisionszahlung automatisch an das Mietwagenunternehmen übermittelt wird.

Für die Realisierung von Direct Access steht eine Software zum Ankauf zur Verfügung, nach Abschluß der Prüfung durch Lufthansa soll sie Ende 1987 in das LH-System übernommen werden. Ab Frühjahr 1988 können dann über Start Abfragen von Verfügbarkeiten und die Abwicklung von Buchungen auf andere Fluggesellschaften, die an dieser Verbindung teilnehmen, in deren Rechner getätigt werden. Mit der Einführung des aufwendigen Fare-Quote-Verfahrens, der automatischen Preisberechnung auch für Teilstrecken, und der Sitzplatzvergabe bis zu einem Jahr im voraus, wurde der Service für Reisebüros und deren Kunden bereits verbessert.

Reisebüros haben Zugriff auf Klimatabellen für die wichtigsten Städte der Welt und auf Informationsseiten anderer Fluggesellschaften.

Ab dem Zeitpunkt, ab dem nun Amadeus zur Verfügung steht, erfolgt die Anbindung an dieses System. Prozedur Terminal-Umsetzer und die Verbindung zu den Ticketing-Funktionen müssen angepaßt werden. Die Mitarbeiter im Reisebüro müssen umgeschult werden. Allerdings sind die Systeme in der Bedienung nicht so weit auseinander, daß eine

solche Umschulung nicht leicht möglich wäre.

Peter-Mario Kubsch

Geschäftsführer Studiosus Reisen München GmbH

Das Hauptproblem der elektronischen Reisevertriebssysteme liegt in der Koexistenz völlig unterschiedlich arbeitender Netze und im Fehlen eines Datenaustauschs zwischen diesen Netzen. Ein Reisebüro, das etwas mit der Zeit gegangen ist, arbeitet heute schon mit einem PC am Counter, um damit beispielsweise Aufgaben des Abrechnungswesens zu erledigen. Daneben hat es ein Start-Gerät für die Flugtickets, Bahnfahrkarten und die Pauschalarrangements der Reiseveranstalter stehen. Um das gesamte Angebot abzudecken, muß sich das Reisebüro eigentlich auch noch ein Btx-Gerät zulegen. Einige Spezialisten bedienen sich sogar zusätzlich eines US-Systems wie Sabre und Apollo.

Es heißt, Amadeus solle über Start angeboten werden; dafür wäre dann also kein weiteres Terminal erforderlich. Aber wenn auch noch Galileo auf den Markt drängt, wird das normale Reisebüro absolut überfordert sein - schon allein, weil man so viel Hardware vom Platz her gar nicht mehr auf dem Counter unterbringen kann. Ein sinnvolles Kundengespräch mit einer gleichzeitigen Überprüfung von Vakanzen am Counter wäre unter solchen Bedingungen gar nicht möglich. Wenn Amadeus tatsächlich das Start-Netz nutzt, ist ein Quasi-Monopol dieser Gruppe auf dem Markt für Linienflüge zu befürchten.

Die Konkurrenzsysteme Apollo und Sabre werden derzeit von Spezialisten für den US-amerikanischen Markt- genutzt. Deren kombiniertes Angebot Flug/Mietwagen/Hotel

-reservierung ist ein typisches Produkt für den amerikanischen Markt. In Europa ist die Nachfrage nach solchen Paketen relativ gering. Da es vor allem ein Angebot für Geschäftsreisende ist, werden diese Systeme allerdings von einigen Firmendienst-Reisestellen genutzt. Für den Pauschalurlaubermarkt ist Start wegen der größeren Produktpalette sicher besser geeignet.

Auf der Veranstalterseite bieten wir unsere Studienreisen derzeit nicht über Start an, denn der Eintritt in dieses System ist vor allem für mittlere Veranstalter mit sehr hohen Kosten verbunden. Zu der Eintrittsgebühr, die Start einem neuen Leistungsträger abverlangt, kommen die Kosten für Hard- und Software und für Schnittstellenanpassungen. So summieren sich die Gesamtinvestitionen leicht auf über 500 000 Mark in den ersten beiden Jahren. Über Start anzubieten, mag sich bei einem Massenprodukt wie Bade-Pauschalreisen rechnen. Bei individuellen Produkten wie Studienreisen rangiert die Buchungshäufigkeit innerhalb des Reisebüro-Vertriebsnetzes zwischen einem bis zu 250 Abschlüssen pro Jahr und Reisebüro, so daß sich die Nutzung des Angebots im Durchschnitt auf maximal eine Transaktion pro Arbeitstag beschränkt.

Wir nutzen statt dessen Btx - allerdings nicht für die Abfrage von Vakanzen innerhalb einer geschlossenen Benutzergruppe, sondern als ein (relativ kostengünstiges) Informationsübertragungsmedium. Direkt einbuchen können die Reisebüros damit nicht.

Auf jeden Fall müssen Reisebüros in der nächsten Zeit die technische Aufrüstung mitmachen, denn durch das Start-System ist bereits eine gewisse Monopolisierung eingetreten. Wer bei Neuerungen, die Start anbietet (oder die Lufthansa über das Start-System), mitgeht, verliert an Schnelligkeit und an Betreuungsqualität.

Rudi Hardell

Inhaber des Reisebüros Spandau und Vorstand für Neue Medien im Deutschen Reisebüroverband sowie Vorsitzender im Start-Beirat, Berlin

Im Reisegeschäft gehört heute eine ausreichende Zahl on Bildschirmarbeitsplätzen zu den Grundvoraussetzungen. Wir arbeiten mit neun Bildschirmen, mit denen wir zu Start kommen können. Unsere Standardverbindung läuft über HfD; daneben setzen wir Btx-Monitore ein. Wir haben schon alle drei Datengüten der Post für Start genutzt; Datex-P haben wir aber wieder abbestellt, weil es zu teuer wurde.

Wichtig ist nicht nur die Information oder die Reservierung, sondern auch die Verarbeitung. Wenn der Kunde gebucht hat, muß das System einige zusätzliche Funktionen ausführen können. Von den Leistungsträgern brauchen wir Reisebestätigungen, Fahrausweise, eine Rechnungslegung, Kassenzettel, Lieferscheine, Rechnungen. Und anschließend brauchen wir eine Abrechnung all der Leistungen, die wir erbracht haben; das Ganze endet in der Buchführung. Alles zusammen hat bisher nur Start.

Allerdings bieten amerikanische Systeme wie Sabre einige Teilleistungen, die zur Zeit besser sind als das, was wir bei Start bekommen können - zum Beispiel mehr Hotels zum Reservieren. Ferner zeigen sie eine größere Zahl von "Citypairs", also von Städteverbindungen, und sie haben mehr inneramerikanische Flugpreise zur Verfügung. Nur: Die Lufthansa und vor allem die Nachfolgegesellschaft Amadeus versprechen uns das auch.

Wer uns die Daten zur Verfügung stellt, ist dabei gar nicht so wichtig. Die Lufthansa bestätigt, so oft Sie es hören wollen, daß ihr System ausgebaut wird, schon bevor Amadeus zum Tragen kommt. Im Frühjahr hatten wir 60 000 Citypairs, inzwischen haben wir 80 000, und noch in diesem Jahr soll das auf 150 000 hochgehen. Außerdem stellt uns die Lufthansa schon jetzt einige Leistungen der IATA-Telekommunikationstochter Sita zur Verfügung, etwa das Informationssystem TIM mit Angaben über Visa, Devisen und Zoll. Die LH ist also auch ohne Amadeus durchaus in der Lage, sehr viele Wünsche der Reisebüros zu erfüllen.

Aber Amadeus wird die Dinge, die die LH nach vorne treibt, noch besser darstellen können, weil eben multinational mehr Daten hereinkommen. Start hat heute 30 Rechner am System, die wir direkt ansprechen können. Durch Amadeus kommen wieder einige hinzu. Sitzplätze bei der Air France etwa kann man nur reservieren, wenn man direkt mit dem Air-France-Computer verbunden ist. Das bringt uns Amadeus.

Zur Zeit erlebt das Start-System einen Nachfrageboom seitens der Reisebüros. In den letzten Monaten wuchs die Zahl der Geräte und auch der abgefragten Daten um etwa 25 Prozent. Da hat es bundesweit in einigen Regionen Engpässe gegeben, die man erst erkennen mußte, Doch wenn das System nicht gerade einen Hang-over hat, liegen die Antwortzeiten bei sechs bis acht Sekunden- das finde ich durchaus normal. Ob das eine oder zwei Sekunden schneller geht, ist für uns nicht vorrangig. Aber die Start-Zentrale zieht dem nächst um und schafft neue Hardware an - Siemens, wie gehabt - so daß das System ohnehin ab Ende des Jahres mit ganz neuer Ausstattung wieder allen Anforderungen gewachsen sein wird.

Andere neue Geräte - etwa um Flugtickets mit Magnetcode direkt im Reisebüro auszudrucken - kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Über die Druckerfrage wird gerade nachgedacht. Bei den kommenden Flugscheinen muß man jeden einzelnen Coupon magnetisieren, das bedeutet fünffache Arbeit gegenüber dem bisherigen Durchschreibeverfahren. Deshalb sind schnellere Geräte nötig als unsere Universal-Nadeldrucker, die zur Zeit dreißig verschiedene Formulare ausgeben können. Ob das Tintenspritzer oder Thermodrucker oder gar Laserdrucker sein werden, ist noch nicht entschieden.

Die Magnetstreifentechnik wird sich auf jeden Fall durchsetzen. Damit wollen die Airlines es beispielsweise ermöglichen, Gepäck vollautomatisch zu jedem beliebigen Airport weltweit zu verschicken. Ich denke, daß dieses Thema schon in zwei Jahren gegessen sein wird. Und in spätestens drei Jahren kann ohne diese Technik niemand mehr bestehen. Schon heute haben 88,1 Prozent aller DB/DER-Vertretungen einen Computer zum Ausdruck der Fahrausweise und zum Reservieren; bei den IATA-Agenturen sind es 91,9 Prozent. Die paar Unverbesserlichen, die sich da nicht anschließen, werden nicht überleben.