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17.09.1982

Vielstimmiger Abgesang auf Prestel

LONDON (bi) - Höchst unwahrscheinlich sei es, daß das englische Bildschirmtextsystem Prestel doch noch ein Erfolg wird. Dieser Auffassung waren einer Computer-Weekly-Meldung zufolge Fachleute, die sich zu einem Seminar der Sperry Univac kürzlich in Nizza getroffen hatten.

Als Grund der Kassandrabotschaft nannte Ian McNaught-Davis, Managing Director des britischen Timesharing-Anbieters Comshare, daß es der Prestel-Anwender mit drei unterschiedlichen Anbietern zu tun habe. Für die Telefongebühren zahlt er an die British Telecom (Post), für das Terminal, das im übrigen viel zu teuer sei, an den entsprechenden Hersteller - und für die Information schließlich an den Informationsanbieter.

Der Direktor der Bioengineering Division des Medizinischen Forschungsrates, Heinz Wollf, hingegen sieht gar keine Notwendigkeit für die Art von Information, wie sie das Prestel-System verbreite. Nur ein winziger Teil der Bevölkerung nutze den Service überhaupt.

Christopher Layton, der entsprechende Sachverständige der Europa-Kommission, faßte diverse Aussagen zu Prestel so zusammen: "Prestel war offensichtlich nur die primitive Form eines Informationssystems."

Ein Lob kam einzig von Dr. John Dawson; er ist Chef der Abteilung für internationale wissenschaftliche Angelegenheiten der British Medical Association. Er sagte: "Die medizinischen Berufe sind unter den wichtigsten Nutzern von Prestel; das System könnte, würde es noch entsprechend ausgeweitet, für epidemiologische Informationen eingesetzt werden."