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12.03.2007

VIP-Programm für "System i"

Mit dem neu geschaffenen "Vertical Industry Program" (VIP) versucht IBM, seinen Midrange-Servern "System i" neuen Schwung zu geben. Das Programm zielt auf regionale Softwarehäuser ab, die eigene Lösungen anbieten können.

Von Wolfgang Leierseder

Bekanntlich lahmen die Midrange-Server "System i" (ehemals AS/400): Im vergangenen Jahr musste IBM Marktforscher Gartner zufolge einen 14-prozentigen Rückgang der weltweiten Geschäfte hinnehmen. Laut Barbara Koch, verantwortlich für das "System i"-Geschäft in Deutschland, zielt "VIP" darauf ab, in Zusammenarbeit mit "erfahrenen ISVs" (Koch) Branchenlösungen für den Server zu entwickeln. "Wichtig ist, dass bei Softwarepartnern der Vertrieb sichergestellt ist und ihre Projekte identifiziert werden können", sagte sie gegenüber ChannelPartner. Der ISV müsse sozusagen die Führung haben; IBM werde sich ihm mit Marketing und Vertriebsunterstützung anschließen.

In einem ersten Schritt sollen zirka 15 ISVs gewonnen werden; nach und nach sollen weitere folgen. IBM zielt nach den Worten Kochs insbesondere auf neue vertikale Märkte ab, so zum Beispiel Getränkelogistik, Catering sowie Möbelproduktion und -handel.

400.000 aktive Systeme

Mit dem vor eineinhalb Monaten weltweit gestarteten Programm möchte IBM den "Wert des "System i" mehr publik machen, als bisher geschehen ist", sagte Koch. Big Blue habe sich zu lange darauf verlassen, dass "das Arbeitstier unter den Servern" (Koch) unauffällig seine Dienste bei Kunden verrichte. "Wir haben Fehler gemacht", blickte Koch zurück. Doch angesichts einer weltweiten Kundenbasis von "über 400.000 aktiven Systemen" sei sich IBM bewusst, dass die Kunden "ihre gewachsenen Applikationen" nicht einfach migrieren würden.

Rund 10.000 Kunden nannte Koch in Deutschland; diese würden rund 17.000 Systeme betreiben. Zudem habe IBM im vergangenen Jahr eine nicht näher präzisierte "zweistellige Zahl an Neukunden" gewonnen.

"Wir wollen, dass unsere System-i-Kunden wissen: Wir sind ein verlässlicher Anbieter; wir geben unseren Kunden den gewünschten Investitionsschutz, und wir entwickeln den Server weiter", unterstrich Koch.

Erste deutsche ISVs im VIP-Programm sind der Ettlinger ERP-Anbieter Oxaion AG (eine Tochter der Command AG) und das Duo Becom GmbH und GUS AG.

Weltweit zielt IBM in diesem Jahr darauf ab, bis zu 80 "VIP"-Lösungen in den Markt bringen zu können. Ein länderübergreifender Lösungskatalog sei denkbar, aber erst müssten die regionalen IBM-Organisationen ihre Hausaufgaben machen. Dazu gehöre auch die Pflege des Nachwuchses, wozu IBM im Frühjahr 2006 das Programm "Young System i Professionals" (YIP) gestartet und es bei der System-i-Nutzervereinigung Common angesiedelt hat.

Des Weiteren sagte Koch, die von IBM vor einem Jahr gestartete 100-Millionen-Dollar-Kampagne für den Midrange-Server zeige, dass er, allen Unkenrufen zum Trotz, noch lange nicht zum alten Eisen gehöre. "Die Themen, die in der Unix-Welt gerade gefeiert werden - Virtualisierung, logische Partitionierung, dynamische Workloads oder Sicherheit der File- und Storage-Systeme - kann System i schon lange." Und nach kurzem Überlegen sagte sie: "Aber wir wissen, wir müssen mehr tun."