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26.07.2002 - 

IT-Outsourcing/Speicherauslagerung für kleine und mittlere Firmen

Virtuelles Backup sichert wichtige Kundendaten

26.07.2002
Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen betrachten das Thema Datensicherung als lästige Pflicht, die man irgendwie nebenbei erledigt. Sind aber die Daten einmal weg, ist der Jammer groß und der Schaden beträchtlich. Ein neuer Sicherungsansatz ist das Virtuelle Backup. Von Rainer Lehmann*

Virenbefall, Hacker-Angriffe oder auch nur ein unbeabsichtigter Klick: Innerhalb kürzester Zeit ist die ungesicherte Arbeit von Stunden zunichte. Das britische Mori-Institut befragte 300 Entscheider in englischen, französischen und deutschen Kleinunternehmen, wie es dort mit der Datensicherung bestellt sei. Nur 34 Prozent sichern ihre Daten mindestens einmal in der Woche, so das ernüchternde Ergebnis. Hinzu kommt, dass die meisten auf Bandtechniken zurückgreifen, die umständlich in der Handhabung und vor allem fehleranfällig sind. Die Mori-Studie errechnete ein Schadensvolumen von 325 Milliarden Euro, würden alle mittleren und Kleinunternehmen in Deutschland ihre Daten durch technische Störungen verlieren.

Vier Gesichtspunkte sind wichtig

Trotzdem gehen viele Unternehmen weiter den Weg des geringsten Widerstandes. Ein Beliebigkeits-Backup - leicht zu sichernde Daten zuerst, unzugänglichere Bestände können warten - entspricht jedoch in keiner Weise den tatsächlichen Prioritäten. Ein gutes Backup-Konzept sollte unter vier Gesichtspunkten überzeugen:

- Relevanz: Unternehmenskritische Informationen gehören auf eine höhere Sicherungsstufe als Daten aus dem operativen Tagesgeschäft. Hier bewähren sich Backup-Methoden wie die Generationenfolge.

- Durchgängigkeit: Fehlendes Datenmaterial in einem Geschäftsbereich kann andere lahm legen.

- Ganzheitlichkeit: Datensicherheit ist kein Thema nur für IT-Spezialisten, sondern beruht auf der Kenntnis der gesamten Unternehmenszusammenhänge. Deshalb muss die Geschäftsführung eingebunden werden.

- Nutzerfreundlichkeit: Sicherungskonzepte sind ihr Papier nicht wert, wenn die täglichen Anforderungen der Datennutzer nicht genügend berücksichtigt werden.

Das Argument, Systemadministratoren hätten wichtigere Aufgaben, als Backup-Prozesse zu steuern, ist mit dem Hinweis auf fehlendes IT-Fachpersonal vielfach zu vernehmen. Abhilfe kann hier in verschiedenen Spielarten das Virtuelle Backup (VBAK) schaffen. Es ist sicherer als herkömmliche Backup- und Zweitspeicher-Verfahren. VBAK basiert weder auf umständlichen Band- noch auf unsicheren Internet-Techniken und erfordert auch keine Spiegelung kompletter Datenbestände.

Wer VBAK-Funktionen einem Dienstleister übertragen will, stimmt sich mit diesem über einen individuellen Backup-Plan ab. Dabei wird unter anderem geregelt, welche Datenmenge vom Kunden in das Sicherheits-Datencenter des Outsourcers zu übertragen ist und in welchen Abständen die Daten gesichert werden sollen. Deren Übertragung erfolgt via exklusive Standleitungen, auf die außer dem Kunden und dem Dienstleister niemand zugreifen kann. Die Daten werden vor dem Versand durch ein Gateway verschlüsselt, das dem Kunden-LAN/WAN vorgeschaltet und mit einer Firewall-Funktion versehen ist. Der Kunde sollte auf einer einfachen Bedienbarkeit der gesamten Lösung bestehen.

Anders als bei den herkömmlichen Backup-Verfahren werden bei VBAK durch ein spezielles Komprimierungsverfahren nicht die kompletten Dateien, sondern lediglich die tatsächlich geänderten Daten übertragen und gesichert. Unabhängig von der Zahl der Anwender, die auf eine Datei zugreifen, wird diese physisch nur einmal gesichert. Dieses "inkrementelle Backup" spart Zeit und verringert den Speicherbedarf. Eine Komplettsicherung erfolgt nur beim Initial-Backup. (rs)

*Rainer Lehmann ist Vorstandsvorsitzender der In Technology AG in München.