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18.02.2000 - 

Auf Basis von Samba und Informix

Virtuelles Dateisystem für Mediendaten-Management

MÜNCHEN (CW) - Die Nürnberger Firma Page One hat mit "Davida" ein auf Informix basierendes virtuelles Dateisystem vorgestellt, das die Projektierung und Verwaltung von Dokumenten und anderen Medieninformationen ermöglicht.

Hatten sich die Nürnberger als Silicon-Graphics-Spezialisten bislang ausschließlich mit der elektronischen Ablage von Bildern inklusive eines entsprechenden Recherchesystems beschäftigt, will man nun den gesamten Werdegang von Dokumentobjekten inklusive Versionsverwaltung und dynamischer Abfrage von Veränderungen unterstützen. Dabei geht es um die kontrollierte Speicherung von Text-, Bild-, Ton- oder Filmdaten während des laufenden Arbeitsprozesses in Form einer eindeutigen Platzzuweisung im Archivsystem, einer Verschlagwortung sowie eines zeitlich und personell geregelten Zugriffsmechanismus.

Die Klienten der Datenbank (NT-, Mac- oder SGI-Frontends) erhalten von Davida ein eigens auf den jeweiligen Benutzer zugeschnittenes virtuelles Laufwerk. Die dort enthaltene Ordnerstruktur bildet Projekte sowie Teilprojekte ab. Anwender können nur die Ordner beziehungsweise Projekte sehen und bearbeiten, auf die sie als Benutzer einen unter Umständen zeitlich begrenzten Zugriff haben. Jedes Lesen und Schreiben von Daten wird von Davida kontrolliert, protokolliert und in einer Informix-Datenbank verwaltet.

Zur Frontend-Kommunikation über das Protokoll "Server Message Block" (SMB) setzt der Hersteller am Server "Samba" ein, die Open-Source-Implementierung von SMB für Unix-Umgebungen. Samba kommuniziert hier aber nicht mit einem Unix-Dateisystem, sondern mit der Informix-Datenbank. Auf jedem Client läuft ein Java-Programm, das von Anfragen des Samba-Servers aktiviert wird. Save-Vorgänge stossen am Server eine Dokumentenanalyse an, die Texte indiziert, Vorschaubilder generiert oder Daten konvertiert, je nachdem, was die Steuerung eines Funktionskatalogs vorschreibt.

Derzeit läuft Davida auf einem Irix-Server von Sun, die Unterstützung von Linux als preisgünstigere Variante ist geplant. Windows NT als Server wird vorerst noch ausgeschlossen, da es besonders im Bereich größerer Dateien zu Performance-Problemen kommen könnte. Auf der CeBIT ist das System am Stand von Informix und SGI zu sehen.