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19.06.1987 - 

Rationalisierung mit IBM-Hardware- und Netzwerkequipment:

Visa eröffnet Computerzentrum in London

LONDON (sch) - Als Ziel- und Angelpunkt für Europa, den mittleren Osten und Afrika (EMEA) hat die Visa International in London ein zweites Computerzentrum eingerichtet. Die Verlagerung der Koordinierungsaufgaben von Amerika nach Europa reduziert den Zeitbedarf bei Transaktionen von 25 bis 30 auf 10 bis 15 Sekunden.

Über das neue Technologie-Zentrum laufen ab sofort sämtliche Autorisierungs- und Clearingfunktionen einschließlich der Sicherheitsüberprüfungen. Die Verrechnung ist jetzt nicht mehr nur an fünf, sondern an sechs Tagen der Woche möglich. Dadurch entfällt für die insgesamt 2000 VISA-Mitgliedsbanken in 56 Ländern und den Einzelhandel die Notwendigkeit, Transaktionen über das Wochenende "auf Eis zulegen".

Das RZ ist auf der Mainframeseite mit zwei IBM-Rechnern vom Typ 4381 ausgestattet, die zur Kommunikation mit den nationalen Visa-Gesellschaften dienen. Jedes Mitglied besitzt einen sogenannten Visa Acess Point, (VAP), der ebenfalls über IBM-Equipment verfügt. Gegenwärtig nutzen 32 dieser DV-Zentren IBM-Computer der Serie / 1 und acht PCs dieses Herstellers. Zehn Prozent der Mitglieder dagegen haben Telex als Medium für die Abwicklung ihrer Autorisierungsvorgänge gewählt.

Das Visanet basiert sowohl auf eigenen Online-Standleitungen mit SNA-Netzwerkarchitektur und TPF-Facilities (TPF: Transmission Processing Facilities) als auch auf nationalen X.25-Paketvermittlungsnetzen. Die Wahl der Leitung hängt von der jeweiligen Aufgabenstellung und den anfallenden Kosten ab . Irn Falle einer Entscheidung für die Paketverinittlung muß auch ein internationaler Link zwischen den verschiedenen nationalen X.25-Netzen gewährleistet sein. Zur Zeit überwiegen die Standleitungen.

Die über das Visanet abgewickelten Dienste gliedern sich in die drei Gruppen Risk Control Services, Clearing and Settlement Services sowie Control and Reporting Services. Diese Dienste sind in erster Linie dafür bestimmt, die Autorisierung kostengünstig und unter Umgehung von Risiken - zum Beispiel durch Limitierung der abbuchbaren Geldbeträge - durchzufahren, Sicherheitsprüfungen bei den PIN-Codes vorzunehmen und das Zahlungsgeschäft auf die schnellstmögliche Art und Weise zu regeln. Mitinbegriffen ist dabei auch ein mehrsprachiger Telefondienst, der Verlustmeldungen von Karten und Schecks entgegennimmt.

Der Aufbau des Londoner Rechenzentrums begann bereits im Jahre 1981. Im Mai 19 86 wurde ein Teilbetrieb aufgenommen. Das jetzige Abwicklungs- und Verrechnungssystem ist ein Multi-Währungs-System, das heißt die Geldbeträge werden aus der Rechnungswährung direkt in die Währung umgerechnet, in der die Belastung erfolgt. Das Rechenzentrum kann zur Zeit weltweit 21 Währungen verarbeiten. 98 Prozent der Transaktionen (501 Millionen im Dezember 1986) erfolgen online.