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16.08.1996 - 

Kommentar/

Visionen und Wahrheiten

IBMs Versprechen zur Parallel-Sysplex-Technologie klingen verlockend. Man nehme eine Handvoll CMOS-Mainframes, stöpsele sie zusammen, spiele die entsprechende Software auf, und fertig ist ein lauffähiges Verbundsystem, das sich im Netz wie ein einziger Rechnerknoten verhält. Und das Beste daran: Die CMOS-Großrechner kosten nur einen Bruchteil dessen, was die DV-Abteilungen bisher für die älteren Mainframes in Bipolar-Technik berappen mußten.

"CMOS-Rechner noch zu langsam"

Diese Vision hat mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun. Bei den Anwendern konnte sich Parallel Sysplex bisher kaum durchsetzen. Für den Einsatz der Technik sind umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen erforderlich, die bis zu einem Jahr dauern können. Das kostet Geld. Wahr ist auch, daß die derzeit verfügbaren CMOS-Rechner nicht annähernd die Leistung bringen, die die vermeintlich altbackenen Bipolar-Hosts erreichen.

Etliche Unternehmen und Analysten sehen in Parallel Sysplex dennoch das Konzept der Zukunft. Doch was nützt das der IBM? Bis die Technik ausgereift ist, werden auch Amdahl und Hitachi mit entsprechenden Systemen auf den Markt kommen und einen Preiswettbewerb entfachen. Ob die Wertbeiträge der Mainframes für Big Blue dann noch ausreichen, um im Hardwaregeschäft auf einen grünen Zweig zu kommen, ist fraglich.