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27.11.1974

Visionen und Wirklichkeit

MÜNCHEN - Was hat der "Halbgott" Computer eigentlich verbrochen? Die vermeintlichen, unheilverkündenden, politischen und sozialen Folgen einer totalen "Computerisierung" in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik beschäftigen Journalisten, Juristen, Wissenschafter. Das Schreckensgespenst einer zukünftigen "Tyrannei der Datokraten" wird beschworen. So seien nach Meinung des Biologen Kit Pedlar die technologischen Voraussetzungen zur Aufrechterhaltung einer "Termitenzivilisation" zwar noch nicht gegeben, es könne jedoch nicht daran gezweifelt werden, daß sie eines Tages existieren und die Menschheit auf ihren Angriff völlig unvorbereitet sein wird

Schon heute hätten "Tagbewohner" vielstöckiger Büroblocks den Großteil ihrer Individualität eingebüßt. Ihr Leben und ihre Persönlichkeit seien computerisiert, ihre Leistungen durch Normen bestimmt. Pedlar: "Sogar die Zeit, die sie auf der Toilette verbringen, wird gemessen und genehmigt."

Weitere, unheilschwangere Folgen einer "Datokratie" befürchten Juristen und Psychologen durch den möglichen Mißbrauch sogenannter Psychodaten (Ergebnisse psychologischer Tests). In Datenbanken gespeichert könnten sie zum Entscheidungsinstrument einer computergesteuerten Personalpolitik gemacht werden. Somit würde der Computer in eine "psychische Schlachtbank" verwandelt.

Und was sagen die Fachleute dazu? Geplagt von der leidigen Alltagsroutine, schütteln sie die Köpfe - und schweigen. rai