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20.01.2005

Visual-Studio-Entwickler prägen das SAP-Portal

Mit einem "Portal Development Kit" lassen sich .NET- und SAP-Programme am Web-Frontend integrieren.

SAP und Microsoft haben nun die offizielle Verfügbarkeit des "Enterprise Portal Development Kit for .NET 1.0" bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um ein Add-in für Microsofts Entwicklungsumgebung "Visual Studio .NET 2003". Mit dem Kit sind Entwickler, die mit dem Microsoft-Werkzeug arbeiten, in der Lage, Portalmodule ("Iviews") für das SAP-Portal zu entwickeln. Die Iviews binden auf diese Weise .NET-Applikationen in das "Enterprise Portal 6.0" ein. Unternehmen können so Firmenportale bauen, die einen Zugriff sowohl auf SAP- als auch .NET-Applikationen gewährleisten, wobei es für den Anwender nicht ersichtlich ist, in welcher Systemumgebung er sich gerade befindet. Damit sich der Portalnutzer nicht mehrmals anmelden muss, kann das User-Management der SAP- und .NET-Umgebungen über ein auf beide Systemwelten abgestimmtes Single-Sign-on harmonisiert werden.

Entwicklern steht das Portalentwicklungspaket schon seit einiger Zeit auf der Website "SAP Developer Network" (sdn.sap.com) zum kostenlosen Download zur Verfügung. Dort finden sich auch Anleitungen, wie Softwarespezialisten mit Visual Studio .NET Iviews bauen können. Einen ersten Prototypen hatten SAP und Microsoft im Jahr 2003 präsentiert, seit Juni 2004 ist das Modul über das "Early Adopter Programm" erhältlich.

Microsoft-Programme einbinden

SAP-Kunden sind unter anderem in der Lage, bestehende Visual-Basic-Applikationen, Office-Programme, die Dokumenten-Management-Software "Sharepoint" sowie Workflow-Anwendungen, die mit dem "Exchange Server" implementiert wurden, in das auf einem Java-Server laufende Enterprise Portal zu integrieren.

"Durch diese Integrationsmöglichkeiten rücken die SAP-Experten und Microsoft-Spezialisten eines Anwenderunternehmens zusammen, die wegen ihres unterschiedlichen Technikverständnisses bisher nicht miteinander geredet haben", bemerkt Christoph Müller, .NET-Teamleiter und Senior Consultant beim System- und Beratungshaus Unilog Avinci in Ludwigshafen. So hätten die ERP-Verantwortlichen die Visual-Basic-Programmierer bislang kaum ernst genommen.

Die mit Visual Studio erzeugten .NET Iviews setzen sich aus ASP.NET-Controls zusammen, die auf speziellen SAP-Controls aufbauen. Mit Controls sind unter anderem Bedienelemente wie Schaltflächen und Buttons gemeint. Laut Müller kann der Softwareentwickler prinzipiell die gesamte Palette der von Microsoft zur Verfügung gestellten Controls beim Iview-Design verwenden. Es empfehle sich jedoch, auf die SAP-spezifischen Bausteine zurückzugreifen, da sich die so erzeugten Portalmodule ohne weitere Anpassungen in das gewohnte Look and Feel des Enterprise Portal einfügen.

Um Iviews auch zu testen und Preview-Funktionen zu nutzen, benötigen Visual-Studio-Anwender eine Testinstanz des Enterprise Portal.

Die .NET-Iviews lassen sich mit anderen, in der SAP-Umgebung erzeugten Iviews per "Drag & Relate" verknüpfen. Letztere Technik ist eine Besonderheit des SAP-Portals, die es dem Nutzer gestattet, Objekte in Beziehung zu bringen. So wäre es möglich, eine im .NET-Iview präsentierte Kundennummer, die aus Microsofts CRM-Applikation stammt, mit der Maus auf ein Iview zu ziehen, in dem Kreditorendatensätze eines R/3-Systems zu sehen sind. Automatisch könnten dann die für diesen Kunden relevanten Einträge angezeigt werden.