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22.02.2002 - 

Fokus auf Web-Services

Visual Studio soll .NET beflügeln

MÜNCHEN (CW) - Mit dem gewohnten Marketing-Feuerwerk feierte Microsoft die Freigabe von "Visual Studio .NET". Der umfangreiche Werkzeugkasten soll Programmierer in die Lage versetzen, Anwendungen für die .NET-Plattform zu schreiben. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Entwicklung von Web-Services zu.

Kurz nach der Fertigstellung des .NET-Frameworks liefert die Gates-Company nun die notwendigen Werkzeuge aus, mit denen Entwickler Anwendungen für die neue Plattform programmieren können. Wichtig ist diese Ankündigung schon deshalb, weil die Akzeptanz einer neuen Anwendungsumgebung wesentlich von den dafür geboteten Programmierwerkzeugen abhängt. Dem Tools-Paket kommt aber auch deswegen strategische Bedeutung zu, weil für .NET bis jetzt keine eigenständigen, populären Tools von unabhängigen Anbietern existieren. Vielmehr möchte Microsoft das hauseigene Visual Studio als Standard für die .NET-Entwicklung positionieren, in den sich andere Hersteller als Zulieferer einklinken sollen. Entsprechend bewirbt die Gates-Company ihr Programmierflaggschiff damit, dass bis dato 190 Partner derartige Zusatzmodule anbieten wollen.

Über solche Plug-ins stehen für .NET bisher rund 20 Sprachen zur Verfügung: Visual Basic, C/C++ und C# gehören zum Lieferumfang, Unterstützung für Perl, Python oder XSL Transformations stammt etwa von Activestate, Fujitsu steuert einen Cobol-Compiler bei. Zu den Add-ons gehören aber auch Modellier- und Testwerkzeuge oder Systeme zur Versionskontrolle.

Besondere Bedeutung misst Microsoft den Funktionen zur Entwicklung von Web-Services bei. Diese dienen unter .NET als nativer Mechanismus für verteilte Anwendungen. Entsprechend unterstützt Visual Studio das Auffinden von Programmen, die auf solche Weise publiziert wurden, und hilft bei der Erstellung eines Anwendungsgerüsts für die Entwicklung oder die Nutzung von Web-Services.

.NET Myservices lässt sich in Anwendungen integrierenDamit bietet die Gates-Company die Voraussetzung dafür, dass Entwickler zukünftig ".NET Myservices" in ihre Anwendungen integrieren können. Dabei handelt es sich laut Microsoft um Anwendungsbausteine, die in verteilten Internet-Applikationen eine Reihe von Standardfunktionen übernehmen sollen.

Der nun fertigen internationalen Version soll im April eine deutsche Ausführung folgen. Für die zweite Jahreshälfte plant der Hersteller die Smart Device Extensions (SDE), mit denen sich Programme für das .NET Compact Framework unter Windows CE schreiben lassen. Damit beansprucht Microsoft auch die Führungsposition bei Programmier-Tools für die kleine Windows-Variante.

Visual Studio .NET kommt in drei verschiedenen Ausführungen auf den Markt, der "Enterprise Architect", der "Enterprise Developer" und der "Professional". Einzelsprach-Varianten für Visual Basic, C++ und C# sollen ebenfalls erhältlich sein. (ws)