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23.10.1987 - 

Digital Equipment setzt auf verbesserte Transaktionsverarbeitung:

VMS soll multiprozessorfähig werden

FRAMIGHAM (CWN) - Der Achillesferse ihres Betriebssystems VMS will jetzt die Digital Equipment Corp. zu Leibe rücken: Wie es in amerikanischen Fachkreisen heißt, plane der Hersteller, die neue Version 5.0 der Software multiprozessorfähig auszulegen und so eine verbesserte Transaktionsverarbeitung zu erzielen.

Die gegenwärtige VMS-Version ist auf eine hierarchisch strukturierte Dualprozessor-Architektur (VAX 8350 oder 8800) ausgelegt. Nach Ansicht von Bob Randolph, Direktor des DEC Advisory Service bei dem Marktforschungsinstitut IDC und Sprecher der Gartner Group, schränkt dieser Aufbau die Effizienz der VAX in der Transaktionsverarbeitung stark ein.

Version 5.0, die Anfang nächsten Jahres allgemein verfügbar sein soll, werde hingegen die einzelnen VAX-Prozessoren als Coprozessoren behandeln. Ob diese Form der Multiprozessor-Fähigkeit allerdings ausreichen werde, um ein VMS-Facelifting für die Transaktionsverarbeitung durchzuführen, lasse sich noch nicht absehen.

Da DEC immer stärker versucht, in der kommerziellen Datenverarbeitung Fuß zu fassen, wird die "Transaktionsfreundlichkeit" von VMS immer mehr zu einem Argument für die Wettbewerbsfähigkeit des Herstellers aus Maynard in diesem Bereich. Denn ein Software-technischer Engpaß könne durchaus dazu führen, darin sind sich die Analysten einig, daß die Erfolgsgeschichte von Digital Equipment auch im Hardwarebereich zu Ende gehe. Um sich neue Märkte erschließen zu können, müsse DEC mit diesem Software-Nadelöhr fertig werden. Dazu Randolph: "Sonst wird es schon 1988 oder 1989 mit Digital Equipment bergab gehen."

DEC selber möchte sich noch nicht zu der neuen Produktversion äußern. Zu erfahren ist bislang lediglich, daß das neue Release "verbesserte Online-Transaktionsverarbeitungs-Fähigkeiten" haben werde.