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01.09.2005

VMware zählt CPU-Sockel

Der Virtualisierungsspezialist rechnet bei Lizenzen Dual Core als einen Prozessor.

Lange hat VMware gezögert, erst jetzt kam die Entscheidung: Das Unternehmen berechnet für die Höhe der Lizenzkosten nicht die Zahl der Rechenkerne, sondern die der Prozessorsockel. Damit betrachtet der Anbieter eine Dual-Core-CPU wie einen Single-Core-Prozessor. Anwender von ESX und GSX können also auf Systeme mit den neuen Dual-Core-Chips von Intel und AMD umsteigen, ohne eine Verdoppelung oder zumindest deutliche Erhöhung ihrer Lizenzkosten befürchten zu müssen.

Probleme durch Multi-Core-CPUs

Doch damit ist das Problem der Lizenzkosten bei Multi-Core-Prozessoren noch lange nicht aus dem Weg. Sun bereitet den "Niagara" mit acht Rechenkernen vor, IBMs künftiger "Power 6" wird vier Cores haben, vielleicht sogar acht. Intel und AMD sehen für ihre nächste CPU-Generation vier Rechenkerne vor. Wenn die Softwareanbieter Core-neutral bleiben, würden die Anwender bei jeder neuen Multi-Core-Generation und gleichen Leistungsanforderungen weniger Prozessoren benötigen. Das würde den Anwendern geringere Softwarekosten bescheren - und den Anbietern sinkende Lizenzeinnahmen.

Gerechte Abrechnung

Das Problem reicht allerdings noch weiter und betrifft nicht nur Virtualisierungsspezialisten wie VMware, sondern alle Softwareanbieter. Eine virtuelle Umgebung ist dadurch gekennzeichnet, dass Anwendungen je nach Bedarf flexible Ressourcen der CPUs und anderer Komponenten benutzen. Dabei werden auch nur Teile von Prozessoren, Partitionen, in Anspruch genommen. Eine gerechte Lizenzkostenabrechnung müsste auch eine eingeschränkte Nutzung von Ressourcen in Rechnung stellen, statt so zu tun, als sei die ganze CPU über die ganze Zeit beansprucht worden. Völlig neue Lizenzformen sind gefragt. Noch zeichnet sich kein zukunftsträchtiges Modell ab. (ls)