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16.02.2001 - 

Gerüchte um Dell und Gateway als mögliche Käufer

Vobis wechselt den Besitzer

MÜNCHEN (CW) - Jürgen Rakow, Vorstandsvorsitzender von Vobis, hat den Verkauf der Computer-Handelskette angekündigt. In einem Gespräch mit der Zeitschrift "Computerbild" bestätigte er, dass mit verschiedenen Interessenten verhandelt werde. Bis März dieses Jahres sollen die Verträge unterzeichnet sein. Wer die potenziellen Käufer sind, wollte er nicht verraten.

Arno Neukirchen, Pressesprecher bei Vobis, bestätigt, dass momentan Gespräche über den Verkauf von Vobis stattfinden. Zum Verhandlungsstand oder einem Termin für den Vertragsabschluss will er jedoch nichts sagen. Spekulationen zufolge sind die Direktanbieter Dell und Gateway an Vobis interessiert. Beide PC-Hersteller kämpfen seit Jahren mit dem schleppenden Direktgeschäft in Deutschland. Über die Filialkette könnten sich die Anbieter einen zusätzlichen Vertriebskanal für ihre Produkte öffnen.

Bereits im Oktober des letzten Jahres hatte der Mehrheitsgesellschafter Divaco angekündigt, sich von seinen Anteilen zu trennen. Divaco, ein Zusammenschluss von Metro, Gerling und der Deutschen Bank, hält zurzeit 75 Prozent der Vobis-Anteile. Die restlichen 25 Prozent teilen sich Rakow und sein Partner Jürgen Bochmann. Die Zukunft des Führungsduos liegt im Ungewissen. Laut Rakow hängt sie davon ab, inwieweit der Käufer weiter mit dem Vorstand zusammenarbeiten wolle.

Der Grund für den Verkauf von Vobis liegt offenbar in der allgemeinen Flaute im PC-Geschäfts. Lebensmittelketten und Discounter würden Hardware zu Einkaufspreisen anbieten, um damit Kunden anzulocken, schimpft Rakow. Mit dem PC-Verkauf sei kein Geld mehr zu verdienen.

Der harte Preiskampf fordert seinen Tribut. Rakow kündigte in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" an, in den nächsten Monaten zehn der 140 Vobis-Filialen zu schließen.