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20 Niederlassungen gefährdet

Vobis-Zentrale in Aachen wird geschlossen

20.02.2004
MÜNCHEN (CW) - Der PC-Filialist Vobis schließt bis zur Mitte dieses Jahres seine Aachener Zentrale. Dort stehen 180 Arbeitsplätze auf dem Spiel, heißt es. Die bundesweit rund 300 Niederlassungen werden künftig von Potsdam aus geleitet.

Von den Vobis-eigenen etwa 150 Verkaufsstätten - daneben gibt es noch Shop-im-Shop-Filialen bei Karstadt - stehen bis zu 20 zur Disposition. Insgesamt arbeiten für Vobis bundesweit noch etwa 1100 Mitarbeiter. In der vergangenen Woche wurden bereits neun Dependancen geschlossen.

Getroffen hat die jetzige Entscheidung Siegfried Kaske, der Vorstandsvorsitzende des Vobis-Gesellschafters Divaco. Kaske hatte Anfang 2004 von der Metro AG in Düsseldorf deren 49-prozentigen Anteil an der in Frankfurt am Main beheimateten Verwertungsgesellschaft Divaco übernommen. In diese hatte die Metro auch Firmen wie die Adler-Bekleidungsmärkte, Reno, Maxdata und die Fertigbaufirma DFH integriert.

Sozialplan unterzeichnet

Der Vobis-Betriebsratsvorsitzende Uwe Scherf sagte, dass bereits ein Sozialplan und Interessenausgleich unterzeichnet worden sei. Er hoffe, Mitarbeiter könnten in andere Konzerntöchter oder Unternehmen vermittelt werden.

Wie eine Vobis-Firmensprecherin mitteilte, hat der Konzern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 450 Millionen Euro erwirtschaftet, musste dabei aber Verluste hinnehmen. Über die Höhe der roten Zahlen machte die Sprecherin keine Angaben.

Vobis war 1975 von Theo Lieven und Rainer Fraling - damals noch unter dem Namen Vero - gegründet worden und entwickelte sich unter Beteiligung der Metro-Gruppe in den 90er Jahren zur größten PC-Handelskette Europas. Ende der 90er stieg der Metro-Konzern bei Vobis aus und gab seine Beteiligung an die Divaco. Die Anteile an der defizitären Divaco wiederum verkaufte Metro nun unlängst für einen symbolischen Euro.