Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.11.2000 - 

UMTS soll in spätestens sieben Jahren profitabel sein

Vodafone gibt sich rundum optimistisch

MÜNCHEN (CW) - Chris Gent hat gut lachen. Unkenrufen zum Trotz legte der Chef des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone eine glänzende Halbjahresbilanz vor. Außerdem rechnet die Firma damit, dass sich die immensen Kosten für UMTS-Lizenzen und den Aufbau einer neuen Infrastruktur in sieben Jahren amortisiert haben.

Trotz des scharfen Preiskampfes im Mobilfunksektor konnte Vodafone seinen Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) im abgeschlossenen Geschäftshalbjahr um 24 Prozent auf umgerechnet rund 10,6 Milliarden Mark steigern. Der Umsatz legte gegenüber der Vorjahresperiode um 32 Prozent auf 33,3 Milliarden Mark zu, die Zahl der Kunden kletterte auf 65,5 Millionen weltweit, was einer Steigerung um 55 Prozent entspricht.

Vor allem durch die Ersteigerung von UMTS-Lizenzen in England, Deutschland und den Niederlanden vergrößerte sich aber auch die Schuldenlast des Konzerns erheblich. Ende September beliefen sich die Außenstände des Konzerns auf 43 Milliarden Dollar. Gemessen am aktuellen Firmenwert von rund 506 Milliarden Mark entspricht dies einem Anteil von rund 8,5 Prozent. Bis zum Ende des Geschäftsjahres will Gent die Belastungen allerdings auf 33 Milliarden Mark drücken. Seiner Meinung nach würden sich auch die Kosten für die Kundenakquisition bald in höheren Einnahmen niederschlagen.

Ebenfalls optimistisch gab sich der Frontmann auch hinsichtlich des Geschäfts mit den UMTS-Lizenzen. Der Aufbau der neuen Infrastruktur werde zwar in den kommenden vier Jahren rund 30 Milliarden Mark verschlingen, doch bereits in vier bis sieben Jahren werde sich das Investment auszahlen. Grund dafür, so Gent, sei ein erneuter Handy-Boom, den die dritte Mobilfunkgeneration auslösen werde.

Im Rahmen der Ergebnispräsentation bestätigte der Konzern außerdem die Planungen für die deutsche Festnetztochter Arcor, die voraussichtlich im März nächsten Jahres an die Börse gebracht werden soll. Gleichzeitig will Vodafone auch eine Kapitalerhöhung bei dem Unternehmen vollziehen aber weiterhin Mehrheitsgesellschafter bleiben.