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07.06.2007

Vodafone weist Forderungen von Aktionärsgruppe ECS zurück

LONDON (Dow Jones)--Die Vodafone Group plc hat am Donnerstag Forderungen der Aktionärsgruppe Efficient Capital Structures (ECS) nach einer Anpassung der Kapitalstrukturen zurückgewiesen. Eine Umsetzung der Forderungen würde die Fähigkeit des britischen Mobilfunkkonzerns unterminieren, Werte im US-Geschäft zu schaffen und in neue wertschaffende Aktivitäten zu investieren, erklärte Vodafone am Donnerstag.

LONDON (Dow Jones)--Die Vodafone Group plc hat am Donnerstag Forderungen der Aktionärsgruppe Efficient Capital Structures (ECS) nach einer Anpassung der Kapitalstrukturen zurückgewiesen. Eine Umsetzung der Forderungen würde die Fähigkeit des britischen Mobilfunkkonzerns unterminieren, Werte im US-Geschäft zu schaffen und in neue wertschaffende Aktivitäten zu investieren, erklärte Vodafone am Donnerstag.

Die vom früheren Marconi-Manager John Mayo geführte ECS hat Vodafone am Mittwoch in einem Brief dazu aufgefordert, die Verbindlichkeiten zu restrukturieren und sich vom ihrem Anteil am US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless zu trennen. ECS geht davon aus, dass auf diese Weise bis zu 38 Mrd GBP frei werden, die Vodafone an die Anteilseigner auskehren könnte und sollte.

Der Board des umsatzstärksten Mobilfunkkonzerns der Welt wies den Vorschlag von ECS am Donnerstagabend jedoch zurück. Für die Aktionäre werde ein höherer Wert geschaffen, wenn man die aktuelle Strategie fortsetze, hieß es zur Begründung.

Vodafone wies auch die Einschätzung zurück, die 45-prozentige Beteiligung bei Verizon Wireless werfe zu wenig Rendite ab. Im Gegenteil habe das US-Geschäft den Vodafone-Aktionären in den vergangenen Jahren hohes Wachstum gebracht und Barmittel generiert.

Der Konzern mit Sitz in Newbury erklärte ferner, man habe die Idee einer eigenen Aktie für Verizon Wireless bereits durchgespielt. Dabei sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser so genannte Tracking Stock mit einem erheblichen Abschlag zum fundamentalen Wert dieses Geschäfts gehandelt werden würde.

Die Aufforderung von ECS, Anleihen zu begeben und damit die Verschuldung um 34 Mrd GBP zu erhöhen, bezeichnete Vodafone als erhebliches Risiko. Der Konzern verliere damit für die Zukunft seine finanzielle Flexibilität.

Die Vorschläge von ECS laufen nach Meinung von Vodafone darauf hinaus, dass der Konzern zu einem Unternehmen wird, dessen Bonität unter das Niveau des Investment-Grade absinkt. In der Folge würden die Refinanzierungskosten erheblich steigen.

Vodafone bezifferte die zusätzlichen Zinskosten auf 2 Mrd GBP im Jahr. Bei diesem Verschuldungsgrad werde Vodafone die Zinslast nicht mehr vollständig steuerlich geltend machen können. Auch die bisherige Dividendenpolitik werde mit diesem Vorschlag aufs Spiel gesetzt.

Efficient Capital Structures besteht aus einer kleinen Gruppe von Aktionären, die etwa 210.000 Vodafone-Aktien oder 0,0004% des gesamten Kapitals halten.

Webseite: http://www.vodafone.com/

-Von Daniel Thomas, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111,

unternehmen.de@dowjones.com

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