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13.09.1985 - 

Bis 1990 rund 250 Millionen Schilling Umsatz:

Voest sieht CAD/CAM als Wachstumsrenner

WIEN (apa) - Als neues Hoffnungsgebiet der Computerindustrie tut sich der Bereich der computergestützten Konstruktion und Fertigung (CAD/CAM) auf. Die Voest-Alpine, selbst größter österreichischer CAD/CAM-Anwender, setzt auf diese Wachstumssparte und möchte Ende der 80er Jahre damit rund 250 Millionen Schilling umsetzen.

In diesem Jahr rechnet der zuständige Bereichsleiter bei der Voest-Alpine, Herbert Exner, mit 30 Mitarbeitern etwa 100 Millionen Schilling umzusetzen, davon 40 bis 45 Millionen Schilling bei konzernfremden Firmen. Ein jährliches Wachstum von 60 Prozent sei "problemlos" zu erzielen. Neben heimischen Mittelbetrieben bezeichnete Exner die Lieferung automatischer Fabriken in alle Welt als Hoffnungsmarkt für die in Österreich von der Voest vertretenen Computersysteme "Unigraphics".

Die Verbilligung der Computer habe die Einsatzmöglichkeiten von CAD/CAM-Systemen auch für kleinere Unternehmen interessant gemacht, meinte Exner. Die Kosten für ein Basissystem hätten sich in den letzten Jahren mehr als halbiert und liegen heute, mit einem DEC-Microvax-II-Rechner, bei rund 1,5 Millionen Schilling. Damit eröffnen sich den Benutzern gänzlich neue Möglichkeiten bei der Herstellung von Kleinserien und Einzelprodukten. So konnte beispielsweise die Fertigungszeit für eine Turbinenschaufel von 1000 Stunden vor zwei Jahren mittels CAD/CAM auf 24 Stunden gesenkt werden. Ein Rationalisierungsfaktor von 2 bis 3 sei mit CAD/ CAM als durchschnittlich anzusehen, jedoch seien auch Rationalisierungseffekte von 1 zu 20 bekannt. Neben dem Zeitvorteil bietet CAD/CAM den Vorteil höherer Genauigkeit und Flexibilität.

In Österreich sind derzeit laut Exner über 20 derartige Systeme mit 112 Arbeitsstationen im Einsatz. Einen echten Nutzen würden Anwender nur erzielen, wenn sie das Computersystem neben der Konstruktion auch in der Fertigung, zur Steuerung von NC-Maschinen, einsetzen, womit eine neue Organisation jedoch unumgänglich werde. In der Vergangenheit seien häufig "Inselsysteme" angeschafft worden, die sich heute nicht bewährten.