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Voice Portal integriert Video

23.03.2007
Die Münchner Firma Crealog, Spezialist für Sprachdialogsysteme, ergänzt ihre Voice-XML-Plattform um die visuelle Ebene.

Besonders im Bereich Mobile Shopping, Helpdesk oder Entertainment liegt es nahe, Sprachportal-Anwendungen mit interaktiver Videotelefonie zu verschmelzen. Crealog spricht in diesem Zusammenhang von Interactive Voice Video Response (IVVR). Seine auf Voice-XML 2.0 basierende Sprach-Portallösung hat der Hersteller dahingehend erweitert, dass sich auf UMTS-Handys oder VoIP-Telefonen zusätzlich zum Sprachdienst der dazu passende grafische Content etwa in Form von Produktfotos oder Video-Clips für Installationsanweisungen anzeigen lässt.

Web-Programmierer haben damit die Möglichkeit, die Menüpunkte ihrer Sprachanwendung mit kleinen Filmsequenzen visuell zu unterlegen. Per Spracheingabe oder Tonwahl navigiert der Anrufer in Echtzeit durch die Anwendung und bekommt das Ergebnis laut Crealog nicht nur zu hören, sondern auch umgehend auf dem Display seines Handys zu sehen. Der Anrufer kann dabei Video- und Audiosequenzen abspielen und aufnehmen, je nach Einsatzfall sowohl synchron als auch asynchron.

Seine Spracherkennungs-Software selbst hat der Anbieter dahingehend erweitert, dass sie nun schon nach wenigen Worten des Dialogs das Geschlecht und die Altersgruppe des Anrufenden erkennen soll. Dieses Feature kommt vor allem solchen Unternehmen entgegen, die einen zielgruppenspezifischen Sprachdialog aufsetzen wollen. Nützlich ist es auch, wenn der Betreiber die Frage klären will, wer die Anrufer beziehungsweise Nutzer seines Dienstes oder Angebots sind. Die daraus resultierenden Statistiken zum Anruferverhalten und zur Erfolgsquote bei den einzelnen Alters- und Geschlechtsgruppen lassen sich auch als Grundlage zur Verbesserung der Sprachdialoge nutzen.

Das Crealog Voice Portal unterstützt die Spracheingabe ganzer Sätze mit mehreren Parametern. Ein Broker-Portal würde beispielsweise die Abfrage "Wo lag der Vortagesschlusskurs von Siemens in Frankfurt?" erlauben. Wer eine Dialogausgabe nicht bis zu ihrem Ende anhören will, kann sie zu jedem Zeitpunkt mit einer neuen Abfrage abbrechen. Besonders wichtig ist vor allem für Call-Center- und Helpdesk-Anwendungen, dass es die Mechanismen des Systems erlauben, den Anrufer jederzeit aus dem Sprach-Video-Portal zu einem Live-Telefonat mit einem Call-Center-Mitarbeiter zu schalten. Das Voice Portal unterstützt über 40 Sprachen. Zu seinen Anwendern zählen unter anderen die Spardabank (Telefon-Banking) und die Telekom Austria mit ihrer zentralen Kunden-Hotline. (ue)