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05.12.1975

Volker Frach (27), Kaufmann in Bayreuth, rieb sich die Augen: Die Ordnungsbehörde beim Regierungspräsidenten in Kassel stellte ihm eine vom Computer ausgefertigte Anzeige, bedenklichen Inhaltes zu. Frach sollte bei einer Autobahnfahrt zwischen Frankfurt

Volker Frach (27), Kaufmann in Bayreuth, rieb sich die Augen: Die Ordnungsbehörde beim Regierungspräsidenten in Kassel stellte ihm eine vom Computer ausgefertigte Anzeige, bedenklichen Inhaltes zu. Frach sollte bei einer Autobahnfahrt zwischen Frankfurt und Köln trotz Geschwindigkeitsbegrenzung laut Polizeiradarmessung 200 Stundenkilometer gefahren sein. Tag Stunde und Autobahn stimmten, die Kilometerangabe mit Sicherheit nicht. Denn Frachs Mercedes Diesel leistet laut Kfz-Brief nur Schwache 135 Sachen. Der unfreiwillige Rennfahrer legte in Kassel Protest ein, das Verfahren wurde eingestellt. Auf der Suche nach der Fehlerquelle - die deutsche Presse ortete sie bundesweit mal wieder beim Computer - recherchierte die CW eher Banales: ein schlichter Schreibfehler bei der Datenerfassung auf OCR-Belege. os

Heinz Sebiger (52), Vorsitzender des Vorstandes der "DATEV Datenverarbeitungsorganisition des steuerberatenden Berufes in der Bundesrepublik Deutschland eingetragene Genossenschaft" und damit nicht nur Inhaber eines der längsten Titel, sondern auch Chef des größten deutschen Service-Rechenzentrums, griff zur Feder: In einem Sonderheft der DSWR, der Datev-Hauszeitschrift, beleuchtet Sebiger im Leitartikel das heikle Sonderthema Datev-DV außer Hause und MDT-Terminals in der Steuerkanzlei. Bis Ende 1976 sollen 2000 Steuerkanzleien über MDT-Terminals und Datenfernverarbeitung mit der Datev in Verbindung stehen die "DFÜ per Postpaket" wird abgebaut. Um den Steuerberatern die Möglichkeit, mit den MDT-Anlagen auch hauseigene DV treiben zu können, nicht allzu schmackhaft werden zu lassen, scheut die Datev keine Aufklärungsmühe. Sebiger leitartikelnd: "Damit verfügt der: Benutzer eines solchen Terminals in seiner Kanzlei auf seinem Arbeitsplatz über alle Möglichkeiten, die ein Großrechner I zu bieten vermag." Über einige andere natürlich auch. os

Eckart Hehn (51), bislang Vorstandsmitglied und Vertriebschef der Olympia AG, denkt - laut FAZ-Bericht - "über eine künftige Tätigkeit in Ruhe auf seinem südschwedischen Wohnsitz nach". Seine bisherige Tätigkeit endete nämlich ein wenig abrupt zum Jahresende. Bis dahin ist Hehn beurlaubt. Seine Olympia-Aufgaben übernahm in Personalunion Vorstandsvorsitzer Dr. Ludwig Orth. Nachdenker Hehn hatte 1967 den Geschäftsführersessel der, Düsseldorfer Facit GmbH mit der komfortableren Sitzgelegenheit eines stellvertretenden Olympiavorstandes getauscht. Noch in der Ära des Alt-Olympia-Chefs Büsser wurde Hehn Vorstandsmitglied. Von 1963 bis 1972 präsidierte er außerdem der Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik beim VDMA, Düsseldorf. Sein Abgang bei Olympia geschieht - so die offizielle Verlautbarung der AEC-Tochter - im gegenseitigen Einvernehmen. Tatsächlich dürfte Hehn das Opfer seiner eigenen Vertriebspolitik geworden sein, die in den letzten Jahren mehrfach auf massive Kritik des Bürofachhandels gestoßen war. Nicht auszuschließen ist, jedenfalls nach Meinung von Brancheninsidern, daß auch die bislang glücklosen Versuche der Olympia AG, immerhin eines der größten Büromaschinenwerke der Welt, in der Datenverarbeitung Fuß zu fassen, Hehns Abgang beeinflußten. os

Roswitha Wolf (39), Oberpostdirektorin, befindet sich - nach eigener, launiger Feststellung - auf dem "Postweg" nach oben per Job-Rotation. Am 1. November übernahm die Beamtin im höheren Dienst eine neue Aufgabe als Unterabteilungsleiterin (klingt schmalspurig, bedeutet bei der Post aber recht viel) bei der Oberpostdirektion Düsseldorf. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Kundenberatung im Bereich Fernsprech-Teilnehmerdienste und DV-Übertragungstechnik. Das Thema kennt die gelernte Diplomingenieurin, Fachrichtung Elektronische Nachrichtentechnik (TH Aachen) aus dem "Effeff": Über vier Jahre lang war Roswitha Wolf Hilfsreferentin in Bundespostministerium in der Abteilung "Benutzungsordnung für Nebenstellenanlagen" und - in Zusammenarbeit mit dem Posttechnischen Zentralamt in Darmstadt und den zuständigen Ausschüssen - mit Fragen der Datenübertragung beschäftigt. Ihr Nachfolger in Bonn wurde Oberpostrat Wolfgang Kliempt (34). os