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02.06.1995

Volle Konzentration auf Common Point Taligent nimmt Abstand von Betriebssystem-Entwicklung

SAN MATEO (IDG) - Die Taligent Inc. hat erstmals oeffentlich bestaetigt, dass sie ihren urspruenglichen Plan, ein komplett objektorientiertes Betriebssystem zu entwickeln, nicht mehr verfolgt. Statt dessen werden alle Anstrengungen auf die lang erwartete Entwicklungsumgebung "Common Point" konzentriert.

Nach rund siebenjaehrigem Entwicklungsaufwand wurde Common Point jetzt als "Referenz-Release" an die Investoren IBM, Apple und Hewlett-Packard geliefert. Jeder dieser Hersteller verkauft oder entwickelt bereits ein eigenes Microkernel-basiertes Betriebssystem, das die von Common Point geforderten Multithreading- und Multitasking-Eigenschaften unterstuetzt. Die Taligent-Software soll unter OS/2, HP-UX, AIX, Windows und dem zukuenftigen Macintosh-Betriebssystem Copland zur Verfuegung stehen.

"Wir sehen nicht mehr die Notwendigkeit, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln, weil unsere Investoren bereits diverse Microkernel-basierte Angebote bereitstellen, auf denen unsere Technologie laeuft", argumentiert Taligent-Boss Joseph Guglielmi. Als das Gemeinschaftsprojekt gestartet worden sei, habe ausser der IBM keiner der Investoren groessere Erfahrungen mit der Microkernel-Technik aufweisen koennen. Das Betriebssystem-Projekt war unter dem Codenamen "Pink" bei der Apple Computer Inc. in die Wege geleitet worden. 1991 entstand dann das Spin-off Taligent mit der Aufgabenstellung, das erste vollstaendig objektorientierte Betriebssystem zu schaffen.