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16.09.1994

Vom Abfrage-Tool zum MIS Neue Funktionen im Q+E-Update muessen Anwender teuer bezahlen

MUENCHEN (CW/IDG) - Bei den Funktionserweiterungen im Upgrade des Abfrage- und Berichts-Tools "Q+E 6.0" betont die Intersolv Inc. unter anderem die ueber zahlreiche ODBC-Treiber verbesserte Datenbankanbindung. Ausserdem hat das Programm grafische Werkzeuge erhalten, die laut Hersteller eine Positionierung von Q+E als Management-Information-System rechtfertigen. Allerdings ist auch der Preis von Release 6.0 kraeftig angehoben worden.

Die hohe Verbreitung von Q+E ist nicht zuletzt auf dessen urspruengliche Integration in die MS-Office-Module zurueckzufuehren. Microsoft hatte seinerzeit entsprechende Vereinbarungen mit dem Hersteller Q+E abgeschlossen, wonach ein abgespecktes Q+E 2.x mit Excel 3 und 4 gebundelt wurde. Die Verbreitung, die das Tool durch diese Aktionen erlangt hat, soll bei weit ueber sechs Millionen Kopien liegen.

Inzwischen hat Microsoft mit "MS-Query" ein eigenes Abfragewerkzeug entwickeln lassen, das im aktuellen Office-Paket etwa mit Excel 5 ausgeliefert wird. Parallel dazu wurde am Q+E- Vollprodukt weitergearbeitet, zunaechst von Q+E selbst und nach der Uebernahme durch Intersolv im April dieses Jahres von der neuen Intersolv Q+E Division. Das Resultat ist Release 6.0, das derzeit in englischer Version vorliegt, bis Jahresende aber auch in deutscher Fassung verfuegbar sein soll.

Um die Software von der Konkurrenz abzugrenzen, beschreibt die in Bonn ansaessige Intersolv Q+E GmbH das Produkt als ein Abfrage- und Report-Tool, das in Datenbanken sowohl lesen als auch schreiben kann. Waehrend Version 5 nur mit einem SQL-Editor ausgeliefert wurde, enthaelt Release 6 ein Paket mit 30 ODBC-Treibern, wobei sich weitere Treiber integrieren lassen. Zu den Top-Features gehoeren auch zahlreiche Grafikvorlagen, mit denen der Anwender selektierte Daten fuer eine Praesentation visuell aufbereiten kann.

Ebenfalls verbessert wurde die Sicherheitsverwaltung ueber Passwortschutz, die nur berechtigten Usern ein Schreiben in der Datenbank gestattet. Im Rahmen von Workflow laesst sich das Sicherheits-Management auch auf Gruppen anwenden. Release 6.0 unterstuetzt die Indizierung von Clipper-Datenbanken, bietet eine zoombare Druckvorschau fuer mehrere Seiten und enthaelt einen vollstaendigen OLE-2.0-Support.

Mit den neuen Funktionen hat Intersolv allerdings auch den Preis fuer das Upgrade kraeftig angehoben. Statt wie bisher 300 Dollar, kostet Q+E 6.0 in den USA knapp 500 Dollar, wobei bis zum 31. Oktober 1994 ein Aktionspreis von 99 Dollar gelten soll. Fuer das deutsche Release verlangt der Hersteller rund 900 Mark, Version 5.0 kostete 650 Mark. Bis zum 1. Oktober 1994 lockt Intersolv mit einem

Q+E-6.0-Angebot von 700 Mark.

Diese Preisstrategie wird von Q+E-Kennern recht unterschiedlich beurteilt. So bieten die neuen Funktionen nach Meinung einiger US- Anwender keine Rechtfertigung fuer den betraechtlichen Preisanstieg.

Analysten schlagen sich dagegen eher auf die Seite von Intersolv: Bislang sei die Software eher als eine Art Add-on zu anderen Produkten behandelt worden. Im neuen Preis druecke sich der Mehrwert aus, den Q+E gegenueber Konkurrenz-Tools auch tatsaechlich biete.