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11.11.1977 - 

Bildschirmarbeitsplätze und Ergonomie:

Vom Bildschirmsockel zum "technisierten Arbeitsplalz"

MÜNCHEN - der aktuelle EDV-Trend, Computer-Intelligenz zu dezentralisieren - wobei unter Computern am Arbeitsplatz meist Bildschirm-Terminals verstanden werden -, basiert voraussichtlich bei gleichbleibenden Zuwachsraten von zur Zeit zirka 30 Prozent in fünf Jahren etwa 200 000 Fachabteilung-Sachbearbeitern Datensichtgeräte auf den Schreibtisch. Von dieser Entwicklung profitieren neben Hardware-Herstellern und Softwarehäusern auch die Büromöbelindustrie und Zubehörlieferanten.

Denn: Von den bisher etwa 40 000 in 8 der BRD eingesetzten Terminals sollen bisher erst zirka 15 Prozent "gut bis befriedigend" in den Arbeitsplatz integriert sein. So bieten neuerdings "wahre Heerscharen" von Firmen Bildschirm-Arbeitsplätze an, mit denen die Schnittstelle ,;Mensch-Maschine", das Terminal, "ergonomisch" in die Arbeitsplatzgestaltung beziehungsweise in den Arbeitsablauf einbezogen wird. Das vielfältige Angebot reicht vom verstellbaren Bildschirmuntersatz bis zum kompletten technischen "Raumsystem" und enthält unterschiedlichste Formen, Größen, Preise sowie Sonderausstattungen. Inwieweit die einzelnen Produkte tatsächlich ergonomischen Anforderungen genügen, muß jeder Anwender selbst herausfinden. Als Hilfsmittel stehen diverse Veröffentlichungen von Arbeitsmedizinern zur Verfügung, wie beispielsweise: "Arbeitswissenschaft für die Büropraxis", "Ergonomie am Arbeitsplatz", "Humanisierung der Arbeitswelt", alle drei erschienen im Friedrich Kiehl Verlag, Ludwigshafen; "Arbeitsbeanspruchung und Augenbelastung an Bildschirmgeräten ", herausgegeben vom österreichischen Automationsausschuß der Gewerkschaft der Privatangestellten; "Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung" vom Schweizer Helmuth Werner, Zürich, sowie "Richtlinien für Terminal-Arbeitsplätze" von der schwedischen Datasaab. Wichtige Daten sind auch in den "Sicherheitsregeln für Büro-Arbeitsplätze" von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, Hamburg, vorgeschrieben. Kürzlich hat auch der Büromöbelhersteller Pohlschröder, der nach eigenen Angaben zur Zeit etwa 200 Terminal-Arbeitsplätze monatlich einrichtet, seine Erfahrungen und Forschungen in den "Ergonomischen Anforderungen am Terminal-Arbeitszplatz" vorgelegt. Ausgehend von der Ist-Situation auf dem Terminalmarkt wird ein Anforderungskatalog hergeleitet.