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25.07.2003 - 

Software ersetzt den Diaprojektor

Vom digitalen Foto zur Videoshow

MÜNCHEN (hi) - Oft vermisst der Digitalfotograf eine Anwendung der klassischen Fotografie: den gemütlichen Diaabend. Aktuelle Software eröffnet eine Alternative: Am heimischen Fernseher lässt sich mit Hilfe eines DVD-Players eine multimediale Foto/Video-Show präsentieren.

Die Vorzüge der digitalen Fotografie liegen auf der Hand: So können bereits im Urlaub neue Aufnahmen auf dem Bildschirm der kompakten Digitalkameras überprüft und misslungene Schnappschüsse gelöscht werden. Und zu Hause ist der engagierte Laie mit der passenden Software in der Lage, rote Albinoaugen, wie sie falscher Blitzlicht-Einsatz verursacht, wegzuretuschieren.

Die Reihe der Pluspunkte endet jedoch abrupt, wenn es darum geht, die Urlaubserinnerungen im Familien- oder Freundeskreis zu präsentieren. Wehmütig wird sich der eine oder andere dann an die gemütlichen Diaabende erinnern, wenn sich heute die Betrachter um den PC-Monitor im Arbeitszimmer drängeln. Digitalfotos stattdessen in einem Labor auf Fotopapier zu übertragen ist teuer. Zudem vermitteln die kleinen Papierbilder teilweise nur bedingt die Atmosphäre der aufgenommenen Landschaft.

Dia-Show auf dem Fernseher

Als Alternative bleibt die Möglichkeit, die Digitalbilder im JPEG-Format auf einen CD-Rohling zu brennen und dann via DVD-Player am Fernseher zu betrachten. Dies setzt allerdings voraus, dass das Abspielgerät auch diesen CD-Typ lesen kann - und dies ist erst bei Geräten jüngerer Bauart der Fall.

Trotz dieser Einschränkung ist die Kombination aus DVD-Player und Fernseher ein adäquater Ersatz für den Diaprojektor. Der Trick dabei ist, die digitalen Bilder in eine Video-CD im Format SVCD oder VCD umzuwandeln, denn diese beherrschen fast alle DVD-Player. Auf den ersten Blick klingt das kompliziert, doch in der Praxis verbirgt sich dahinter kein großes Kunststück. Programme wie "Power Producer" von Cyberlink, "Fotos auf CD und DVD" der Berliner Magix AG oder die "Fotobrennerei" von Ulead nehmen dem Anwen-der die Umwandlung der Fotos in einen Videofilm ab.

Vom Foto zum Film

Von Nuancen abgesehen, ist die Vorgehensweise bei allen drei Programmen in etwa gleich. Nach selbst gewählten Kapiteln, etwa "Am Strand" oder "Beim Sightseeing", sortiert der Benutzer seine Motive. Die Bilder lassen sich auch auf mehrer Arten überblenden und musikalisch untermalen. Die gewünschte Musik kann der User per Drag and Drop im MP3- oder Wave-Format importieren.

Während die Software dem Freizeit-Art-Director bei allen bisherigen Arbeitsschritten hilfreich zur Seite steht, kann sie ihm eine Entscheidung nicht abnehmen: Wie lange wird das jeweilige Bild gezeigt? Eine Frage, die darüber entscheidet, ob sich die Zuschauer später langweilen oder ihnen die Zeit zum Betrachten der Bilder zu kurz erscheint. Dieser Punkt ist deshalb so wichtig, da beim Vorführen die Betrachtungsdauer nicht mehr variiert werden kann, da ja die Bilder in einen Film konvertiert werden. In der Praxis haben sich pro Bild etwa zehn Sekunden bewährt.

Vor dem Brennen der Video-CD wird zuletzt die Menüstruktur festgelegt, um später die einzelnen Fotokapitel ähnlich den Segmenten einer Video-DVD ansteuern zu können. Alle drei genannten Programme helfen dem Anwender hierbei mit vorgefertigten Menüstrukturen und Hintergrundbildern.

Multimedia-Funktionen und Überblendung haben ihren Reiz, doch mit einem Manko muss der Benutzer leben: Die Videocodecs der Programme wandeln die Bilder nicht ganz qualitätsidentisch in das Fernsehformat um. Gegenüber der Betrachtung auf einem Computerbildschrim geht etwas verloren.