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31.05.2002 - 

FU Berlin nutzt Multimediatechnik

Vom Hörsaal direkt ins Internet

BERLIN (CW) - Einen "Multimedia-Hörsaal" hat die Freie Universität (FU) Berlin eingerichtet. Statt mit Schiefertafel und Kreide präsentieren die Dozenten ihre Lehrinhalte auf "elektronischen Tafeln", die mit einem Wintel-PC verbunden sind. Die Vorlesungen lassen sich im Web verfolgen und auf dem heimischen PC abrufen.

Mit einer Live-Schaltung zur Stanford University hat die FU ihren Hightech-Hörsaal kürzlich eingeweiht. Die Online-Kooperation mit der kalifornischen Partner-Uni ist nur einer der Vorteile, den die Multimediatechnik bietet. Darüber hinaus müssen die Dozenten ihre mathematischen Formeln und Grafiken nun nicht mehr mühsam an der Schiefertafel entwickeln, sondern können sie beispielsweise durch einen integrierten algebraischen Server im Hintergrund berechnen lassen. Last, but not least sind die Studenten in der Lage, den Lernstoff unabhängig von Ort und Zeit aufzunehmen, da die Vorlesungen im Web übertragen werden und längere Zeit archiviert bleiben.

Finanziert wurde der Hörsaal unter anderem durch Spenden von Microsoft und Hitachi Software. Das letztgenannte Unternehmen lieferte einen Großteil der Hardwareausstattung. Dazu zählen ein Retroprojektionssystem des Typs "R-70X", das den Inhalt des PC-Bildschirms über Spiegel auf eine Projektionsfläche wirft, sowie drei auf der Basis elektromagnetischer Induktion funktionierende "Starboards", die mit dem Rechner gekoppelt sind und sich über einen Stift steuern lassen.

Zusätzlich zu und teilweise anstelle der Hitachi-Software nutzt die FU eine Eigenentwicklung namens "E-Kreide". Sie erlaubt es, Bilder und interaktive Java-Programme aus dem Internet in den Vortrag zu integrieren. Als Eingabemedium dient ein Digitalisiertablett oder ein Griffel, mit dem der Dozent direkt auf den Schirm "schreibt". (qua)