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28.02.1997 - 

Weltweit durchschnittlich 20 Prozent Wachstum

Vom LAN-Boom profitieren vor allem Switching-Verfahren

Der im vergangenen Jahr einsetzende Trend, in den lokalen Netzen auf die High-speed-Verfahren Fast und Gigabit Ethernet sowie den Asynchronous Transfer Mode (ATM) zu setzen, läßt die Hersteller hoffen: "1997 könnte wirklich das Jahr werden, in dem der Markt für diese Technologien substantiell wachsen wird", nährt Esmeralda Silva, Senior Anlayst bei dem Marktforschungsinstitut IDC, die Erwartungen.

Sorgen unter den Herstellern muß sich machen, wer nur auf traditionelle Verfahren setzt. Der Absatz von Shared-Media- oder Chassis-basierten Hubs ist rückläufig, wobei letztere immer noch einen kräftigen Umsatz von 900 Millionen Dollar erbringen.

Die von IDC erstellte Studie gliedert den LAN-Equipment-Markt in drei Bereiche. Mit Netzwerkkarten erwirtschafteten die Anbieter vier Milliarden Dollar, der Verkauf von Routern brachte 4,8 Milliarden Dollar, und mit Hubs und Switches setzte der Markt 6,4 Milliarden Dollar um.

Das größte Wachstum verzeichnete innerhalb dieses Sektors das Geschäft mit LAN-Switches, die rund 2,5 Milliarden Dollar in die Kassen der Hersteller brachten. Zwar mußten die Anbieter der Kundschaft beim Preis pro Port erheblich entgegenkommen, gleichzeitig erlebte der Geräteabsatz aber einen Boom. Wurden 1995 noch 2,2 Millionen Ports installiert, waren es im letzten Jahr acht Millionen.

Legt man die Anzahl der 1996 verkauften Ports als Maßstab zugrunde, halten die Stackable-Ethernet-Hubs mit 23,9 Millionen den einsamen Spitzenplatz. 14 Millionen LAN-Endgeräte wurden an nicht verwaltbare Hubs angehängt, 5,4 Millionen Ports wurden in Token-Ring-Umgebungen eingebaut.

Neben diesen Zahlen fällt der Absatz von Lösungen für die High-speed-Verfahren scheinbar nicht ins Gewicht. Sie sind dennoch nicht unbedeutend, da das Equipment teurer ist und meistens im Backbone eingesetzt wird. Der Fast-Ethernet-Markt wuchs im Vergleich der Jahre 1995 und 1996 um das Fünffache auf 1,3 Millionen Ports, FDDI schaffte einen Sprung um 33 Prozent auf 384 000 Port und der Absatz von ATM-Equipment legte um 350 Prozent auf 300 000 Ports zu. Das Wachstum beim ATM-Absatz führt IDC sowohl auf den Markteintritt großer Hersteller wie Cisco und 3Com als auch auf die zunehmende Integration von ATM-Uplinks in High-end-LAN-Switches zurück.

Zudem stieg die Anzahl der Anwender, die ihr ATM-Pilotprojekt in den normalen Betrieb übernehmen. ATM bis zum Desktop wird es in absehbarer Zeit nicht geben, weil Anwender lieber auf Switching- und Fast-Ethernet-Verfahren setzen.

Der Verkauf von Routern wuchs um 60 Prozent auf 900 000 Einheiten. Hier schlägt die Inter- und Intranet-Diskussion durch, da der Ausbau der Netze noch überwiegend mit Routern bewerkstelligt wird. Vor allem im Intranet-Bereich, so warnen die IDC-Fachleute, könnten ATM- und Frame-Relay-Switches den Geräten, die zu 55 Prozent von Cisco geliefert werden, das Leben schwermachen.

Bei den Netzkarten ist der Evergreen Ethernet immer noch der Renner bei den Anwendern. Sie orderten insgesamt 28 Millionen Stück, das sind 19 Prozent mehr als im Jahr 1995. Unter den High-speed-Karten, von denen rund fünf Millionen den Besitzer wechselten, waren rund 4,5 Millionen Kombi-Karten, die sowohl das 10- wie auch das 100-Mbit/s-Verfahren unterstützen.