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14.02.2006

Vom Navigator zum Serviceportal

Navigon stellt die nächste Generation seiner Autofahrersoftware vor.

Pünktlich zur CeBIT präsentiert die Hamburger Navigon AG mit dem "Mobile Navigator 6" eine Weiterentwicklung ihrer Navigationssoftware. Die auffälligste Änderung für den Benutzer ist die neue Oberfläche, die sich nach ersten Eindrücken intuitiver bedienen lässt. So muss sich der Anwender zur Zieleingabe nicht mehr durch verschiedene Ebenen der Bedienoberfläche hangeln wie beim Vorgänger. Schützenhilfe in Sachen Ergonomie bekam Navigon vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, das an der Entwicklung beteiligt war. Auch die Anzeige der Ortsnamen in Form realer Straßenschilder erleichtert die Orientierung und erhöht die Ergonomie.

Hier lesen Sie …

• mit welchen neuen Features der Mobile Navigator 6 aufwartet;

• wie Marktforscher den Markt für mobile Navigationssysteme einschätzen;

• wie die Grenzen zwischen Offboard- und Onboard- Systemen verschwinden.

Mehr zum Thema

www.computerwoche.de/go/

1207096: Offboard versus Onboard-Navigation.

Deutlich erweitert hat Navigon das Kartenmaterial, das jetzt für 30 europäische Länder zur Verfügung steht. Vielfahrer, die häufig im Ausland unterwegs sind, dürften die neue Funktion "Country Info" schätzen. Beim Grenzübertritt gibt die Software dem Fahrer automatisch die wichtigsten Länderinformationen etwa zu Tempolimit, Promillegrenzen oder Tagfahrlicht- und Warnwestenpflicht. Eine neue Besonderheit ist auch der "Lane Assistant". Er zeigt bei mehrspurigen Straßen alle Fahrbahnen und auf welche Spur sich der Fahrer einordnen muss, um der Navigationsroute zu folgen. Nützlich erscheint auf langen Strecken auch die Option, per "Dynamic Route Info" Sonderziele wie Tankstellen, Autohöfe oder Raststätten vordefinieren zu können. Das System informiert dann etwa über die Entfernung zu den nächsten Tankstellen.

Deutlich verbessert hat Navigon laut eigenen Angaben auch die Algorithmen zur Routenberechnung. Neben den beiden Modi "schnellste" und "kürzeste" Strecke kann eine "optimale" Route gewählt werden, die die Strecke auch mit Blick auf einen sparsamen Benzinverbrauch wählt.

Erhalten bleibt dem User leider die oft kritisierte Aktivierungspflicht der Software, die aber laut Navigon vereinfacht wird. Das Unternehmen verteidigt das umstrittene Verfahren damit, dass es den Schutz gegen Raubkopien benötige, um den Verkauf der Software und damit die Arbeitsplätze zu sichern und auszubauen.

Wachsender Markt

So will Navigon allein in diesem Jahr 50 neue Softwareprogrammierer einstellen, um etwa die Entwicklung für Smartphone- und Handy-gestützte Navigationssoftware voranzutreiben. Zudem verschmelzen die Grenzen zwischen Offboard- und Onboard-Navigation immer mehr. So wird der Mobile Navigator 6 lokale Informationen auch unterwegs per Mobilfunknetz nachladen können.

Zudem wird der Navigationsunterstützung von Smartphones eine immer größere Bedeutung zukommen, da diese Systeme nach den Prognosen der Marktforscher von Canalys mittelfristig die heutigen Pocket-PCs verdrängen dürften. Ingesamt sehen die Markforscher die Zukunft für die mobilen Navigationssysteme sehr positiv. Denn allen Unkenrufen zum Trotz steigt laut Canalys die Zahl der fest im Fahrzeug eingebauten Systeme nur langsam, während für die mobilen Systeme Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich prognostiziert werden.

Professioneller Einsatz

Eine Prognose, die Beispiele aus der Praxis untermauern: So stattet HP Deutschland seine Ser- vice- und Firmenfahrzeuge mit mobilen Navigon-Systemen aus. Für die Canalys-These spricht zudem, dass die mobilen Systeme im Vergleich zu Festeinbauten einen höheren Mehrwert bieten, wenn sie über ein Interface mit den "Command"-Systemen neuerer Fahrzeuge gekoppelt werden und so etwa die Adressdaten der mobilen Geräte für das eingebaute Telefon zur Verfügung stehen. Ferner offerieren die mobilen Systeme im professionellen Bereich in Verbindung mit den entsprechenden SDKs eine bessere Verzahnung mit den Logistiksystemen eines Unternehmens. (hi)