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19.03.1982 - 

Eurocast-Studie der IDC prognostiziert wachsenden Markt für RZ-Dienstleistungen:

Vom RCS-Anbieter zum Total-Servicehaus

WIESENBADEN (je) - Nur etwa jeder achte deutsche Abnehmer von Remote Computer Services (RCS) beabsichtigt, seine Aufwendungen in diesem Bereich zu erhöhen; in Frankreich wollen dies über 50 Prozent aller RCS-Kunden. Andererseits halten rund zwei Drittel der deutschen Abnehmer RCS für eine Langzeitlösung, während in Frankreich wiederum (nur) gut die Hälfte aller Kunden diese Ansicht äußert.

Diese nach eigenem Bekenntnis auch für Marktforscher nicht ganz erklärliche Aussage enthält die Eurocast-Studie "Remote Computer Services Market Western Europe 1980 - 1986", die bei der Wiesbadener IDC Deutschland GmbH erschienen ist. Die rund 100 Seiten starke Studie beleuchtet die RCS-Thematik aus methodologischer, DV-technischer und marktwirtschaftlicher Sicht, wobei sowohl die Angebotsverschiebungen innerhalb des Marktes inhaltlich und regional als auch die Anbieter- und Nachfragerseite untersucht wird.

Im europäischen Markt für Rechenzentrumsdienstleistungen konnten nach den Ermittlungen der IDC Ende 1980 die Remote-Dienste erstmals einen größeren Marktanteil (52 Prozent) für sich verbuchen als die lokalen Stapelverarbeitungsdienste. Das damalige Marktvolumen beziffert IDC mit knapp über vier Milliarden Dollar.

Diese RCS-Dominanz, glauben die Marktforscher, wird fortbestehen und sich noch festigen; denn einer jährlichen Wachstumsrate des RCS-Bereichs in Höhe von 26 Prozent stehen magere vier Prozent Wachstum für die lokale Stapelverarbeitung gegenüber, die sich in manchen Ländern sogar schon rückläufig entwickelt. Im Jahre 1986 werden nach der Prognose von IDC auf dem gesamten europäischen RZ-Dienstleistungsmarkt 10,7 Milliarden Dollar umgesetzt werden, von denen 8,3 Milliarden auf RCS entfallen.

Datenbank-Lernphase

Auf der Wachstumsseite in diesem Markt stehen nach IDC-Erwartungen auch die interaktive Datenverarbeitung sowie "Remote Autotransaction", eine Dienstleistung, wie sie in Deutschland etwa die Nürnberger Datev anbietet. Beide werden von rund einem Drittel Anteil am Gesamtmarkt in 1980 auf über die Hälfte in 1986 gewachsen sein (siehe dazu auch Grafiken).

Um die vorhergesagten Wachstumsraten auch realisieren zu können, werden die Anbieter sich mit dem Markt weiterentwickeln müssen, prophezeit IDC, denn "nackte" Computer-Power werde immer billiger: Aus Anbietern von "Computer Utilities" müßten die RCS-Verkäufer sich zu "Total-Servicehäusern" mausern. Mit der Zunahme der umfassenden Serviceleistungen "vor Ort" beim Kunden würden sich dann auch die Einnahmenanteile entsprechend verlagern.

Als einen erheblichen Faktor der Wachstumsförderung betrachten die Marktforscher die Einrichtung von Netzwerken zur Datenfernübertragung. Allerdings seien die europäischen Anbieter in dieser Hinsicht etwas hinter den amerikanischen zurück; gleichwohl gebe es Zeichen eines positiven Wandels.

Außerdem sei bedeutsam, daß Anbieter wie auch Anwender augenblicklich eine Lernphase durchmachten, was Kosten und Nutzen des Anbietens und Einsetzens von Datenbanken angehe. Wenn diese Lernphase vorüber sei, besitze das RCS-Geschäft gute Chancen.

Informationen: IDC Deutschland GmbH, Martinstraße 14, 6200 Wiesbaden, Telefon: 0 61 21/37 70 86.