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12.09.1997 - 

Hintergrund

Vom Sorgenkind zum Fair Child

Dornier war eines der Sorgenkinder, die der ehemalige Daimler-Benz-Chef Edzard Reuter Mitte der 80er Jahre im Rahmen seiner Diversifizierungspolitik adoptierte. Das Vorhaben, mit dem angeschlagenen Unternehmen wieder schwarze Zahlen zu schreiben, mißlang jedoch. Die 33sitzige Propellermaschine Do 328 (Jungfernflug 1991) hat ihre Entwicklungskosten von 1,5 Milliarden Mark bislang nicht wieder hereingebracht. Das soll sich mit der neuen Jet-Version ändern, die spätestens ab 1999 Jahr als die kleinste düsengetriebene Linienmaschine die europäischen und nordamerikanischen Regionalrouten abfliegen soll. Laut Fairchild Dornier liegen schon zehn feste Bestellungen vor. Zudem seien drei US-Carrier lebhaft interessiert, größere Stückzahlen abzunehmen. Seit den 70er Jahren hat das 1914 in Friedrichshafen gegründete Unternehmen Dornier ein zweites, ziemlich profitables Standbein: die Wartung und Instandhaltung von Hubschraubern und Business-Jets. Auch bei der Fertigung von Airbus-Teilen arbeitet es kostendeckend. Darüber hinaus betreibt es einen Flugsimulator für die Ausbildung von Do-328-Piloten, dessen Betrieb aber möglicherweise ausgelagert wird. Mittlerweile hält die Daimler-Benz-Tochter Dasa nur noch eine Minderheitsbeteiligung. 80 Prozent des Unternehmens gehören dem in San Antonio, Texas, ansässigen Fairchild-Konzern. Wenn die Kostensenkungsmaßnahmen greifen und die Do 328 Jet den erhofften Erfolg hat, könnte im kommenden Jahr der Turnaround geschafft sein.