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Telefonate vom Festnetz aufs Handy sind aber noch zu teuer


31.03.2000 - 

Vom wachsenden Mobilfunkmarkt in Europa profitiert auch WAP

MÜNCHEN (CW) - Der TK-Markt boomt. Motor dieser Entwicklung ist vor allem der Mobilfunk, der den Netzbetreibern noch immer stetig wachsende Teilnehmerzahlen beschert. Dank Wireless Application Protocol (WAP) und dem dadurch möglichen mobilen Internet-Zugriff wird das trotz der momentan noch zu hohen Tarife bei Verbindungen zwischen Fest- und Handy-Netz auch in Zukunft so bleiben.

270 Millionen Europäer werden nach Einschätzung des englischen Marktforschungsunternehmens Datamonitor im Jahr 2005 mobil telefonieren. Heute greifen etwa 150 Millionen regelmäßig zum Handy, wenn sie einen Anruf tätigen wollen. Doch der mobile Telekommunikationsmarkt der Zukunft beschränkt sich nicht auf Übertragung von Sprache, wie es beim Plaudern mit dem Geschäftspartner der Fall ist: Datamonitor prognostiziert vielmehr auch einen "rapiden Anstieg der mobilen Datenkommunikations-Services in Europa". In ihrem Report "Next Generation Mobile Devices: The Call of Wireless Data" kommen die Analysten zu dem Ergebnis, dass es vor allem Banken, Investmenthäuser, Händler und Reiseagenturen sind, die die Möglichkeiten der mobilen Abwicklung von Geschäften (M-Commerce) erkennen und davon profitieren wollen.

Datamonitor schätzt, dass 2005 etwa 69 Prozent der Handy-Besitzer (rund 186 Millionen) dann WAP-Dienste nutzen werden. Auch die Zahl der WAP-fähigen Handys wird in den nächsten Jahren stark ansteigen. Im Jahr 2005 sollen mehr als 144 Millionen dieser Mobiltelefone verkauft werden. Grundsätzlich erwarten die Auguren, dass ab dem Jahr 2005 keine Handys mehr verkauft werden, die nicht datentauglich sind. David Hall, Berater bei Datamonitor und Autor des Reports: "Alle großen Handy-Hersteller und Diensteanbieter arbeiten derzeit eng zusammen, um Märkte für mobile Services auf Basis von WAP zu entwickeln. Selbst traditionelle Rivalen kooperieren, was zu einer geradezu explodierenden Nachfrage nach WAP-Diensten im neuen Jahrtausend führen dürfte." WAP sieht der Spezialist als einen "Interims-Standard", der darauf zugeschnitten ist, die Übertragung von Web-Inhalten auch mit nur geringen Bandbreiten zu ermöglichen.

Derweil wird die Entwicklung des Mobilfunkmarkts vor allem noch durch zu hohe Preise gebremst. Vor allem bei Gebühren, die bei Verbindungen zwischen Fest- und Mobilfunknetz anfallen, kassieren die TK-Anbieter im Moment noch kräftig ab. Wie eine im Auftrag der European Competitive Telecommuniactions Association (Ecta) erstellte Studie zeigt, verlangen Betreiber von Mobilfunknetzen pro Jahr bis zu 4,5 Milliarden Dollar zu viel von ihren Kunden.

Zwischen 40 und 70 Prozent sollen die den Kunden bei Anrufen aus dem Festnetz abverlangten Preise über den tatsächlichen Kosten liegen, die den Carriern entstehen. Dieser Wert könnte über die nächsten Jahre sogar noch steigen. Die Ecta hat den Report der Europäischen Kommission vorgelegt, die die Regulierungsvorgaben für die Telekommunikation überarbeitet. Im Bereich Festnetze spricht die Kommission Empfehlungen aus, an denen sich die Carrier bei der Festsetzung ihre Tarife orientieren sollen. Eine ähnliche Regelung hält die Ecta auch für den Mobilfunkmarkt für sinnvoll.

Abb. 1: Mobilfunkmarkt Europa

Bis 2002 wächst der Mobilfunkmarkt weiter. Quelle: Datamonitor

Abb 2.: Wap-Geräte in Europa

WAP ist anscheinend nicht zu bremsen. Quelle: Datamonitor