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22.04.1994

Von dem einstigen Verbuendeten erwaechst Intel nun Konkurrenz IBM wird Second Source fuer Mikroprozessoren von Cyrix

ARMONK (CW) - Herstellern von PCs auf Basis der Cyrix-Architektur steht nun in Gestalt der IBM eine zweite Einkaufsquelle zur Verfuegung.

Die IBM Microelectronics mit Hauptsitz in Hopewell Junction im US- Bundesstaat New York gab die Vereinbarung ueber eine Zusammenarbeit mit dem texanischen Chiphersteller Cyrix Corp. bekannt. Danach wird die Halbleiterabteilung von Big Blue, frueher unter dem Namen IBM Technology Products bekannt, zum groessten Lieferanten der von Cyrix entwickelten 486-kompatiblen Mikroprozessoren.

Die Uebereinkunft kam nicht ueberraschend, da IBM bereits seit September 1993 486er Chips fuer Cyrix produziert, allerdings in kleinen Stueckzahlen und auf Auftragsbasis.

Das auf fuenf Jahre befristete neue Abkommen sieht vor, dass IBM neben den an Cyrix gelieferten Hauptprozessoren die gleiche Stueckzahl fuer den eigenen Bedarf oder den OEM-Markt produzieren darf. IBM wird damit in Zukunft nicht nur als Lieferant von Hauptplatinen, sondern auch von CPU-Bausteinen fuer PCs auftreten. Neben der Fertigungskapazitaet bringt IBM auch technisches Know-how in die Kooperation ein. So entschlossen sich die Texaner dazu, IBMs Halbmikron-CMOS-Prozessortechnologie fuer den geplanten M1- Chip einzusetzen. Die neue Cyrix-CPU soll Intels Pentium entsprechen und ab Ende des Jahres in Produktion gehen. Wie aus der Pariser Europa-Zentrale von IBM Microelectronics zu erfahren war, soll dieser Chip ebenfalls in der Fabrik in Burlington, Vermont, gefertigt werden.

Dem CPU-Mogul Intel erwaechst durch die IBM-Cyrix-Verbindung erneut Konkurrenz auf dem PC-Sektor, nachdem die Power-CPU in Apples Mac- Rechnern vom Markt gut aufgenommen wurde - angeblich bestehen bereits Lieferengpaesse. Hinzu kommt, dass Intel derzeit mit wenig Fortune vor den US-Gerichten operiert: In den diversen Patentstreits gegen AMD und Cyrix verliessen die Kalifornier die Gerichtssaele in letzter Zeit stets als Verlierer.