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Verluste konnten deutlich reduziert werden, aber


01.02.1991 - 

Von der Gewinnschwelle ist Norsk Data noch weit entfernt

OSLO/FRANKFURT(CW) - Auch 1990 ist es der Osloer Norsk Data AS nicht gelungen, in die Rentabilitätszone zurückzukehren. Obwohl die Norweger die Verluste deutlich abbauen konnten, fiel der Fehlbetrag weitaus höher aus, als Branchenanalysten erwartet hatten.

Das dritte Jahr in Folge schreibt Norsk Data mittlerweile rote Zahlen. Für die Geschäftsperiode 1990 verzeichneten die Norweger, die sich durch die 1988 eingeleitete umfangreiche Restrukturierung mittlerweile als Systemhaus verstehen, einen Gesamtverlust vor Steuern von 129 (Vorjahr: 417) Millionen norwegischen Kronen (knapp 33 Millionen Mark). Damit übertrafen sie selbst die schlimmsten Erwartungen von einigen Analysten die von einem Jahresfehlbetrag von rund 25 Millionen Kronen ausgegangen waren. Optimistischere Marktforscher hatten dem Ex-Minimaker gar Gewinne bis zu 60 Millionen Kronen prophezeit.

Nach der ersten Jahreshälfte schienen die schwarzen Zahlen tatsächlich noch in greifbarer Nähe zu sein - erstmals nämlich konnte Norsk Data zur Halbzeit wieder einen Gewinn vor Steuern von rund einer Million Kronen ausweisen. Eine unerwartet schwache zweite Jahreshälfte indes machte den Norwegern einen Strich durch die Rechnung.

So ging der Umsatz in den zurückliegenden sechs Monaten gemessen an der ersten Jahreshälfte um sieben Prozent auf 1,14 Milliarden Kronen zurück. Damit kam Norsk Data auf einen Gesamtumsatz für 1990 von 2,36 Milliarden Kronen, was gegenüber dem Vorjahr, als 2,47 Milliarden erreicht wurden, einen Rückgang um fünf Prozent bedeutet.

Immerhin aber konnte das Unternehmen nach Aussage von Tor Alfheim, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Norsk Data, die Fixkosten um 19 Prozent reduzieren.

Von den Auslandstöchtern präsentierte sich einmal mehr die deutsche Niederlassung - neben der in Dänemark - in guter Form: So nahm die Norsk Data GmbH, Bad Homburg, im abgelaufenen Geschäftsjahr 111,4 Millionen Mark ein und konnte sich damit gegenüber dem Vorjahr (87,7 Millionen Mark) um 27 Prozent verbessern.

Laut Geschäftsführer Karlheinz Rathgeber entfielen dabei vom Gesamtumsatz 29,2 (Vorjahr: 24) Millionen Mark auf Dienstleistungen, 59,3 (47,4) Millionen Mark auf den Bereich CIM, 10,7 (9,2) Millionen Mark auf Comtec (Druckindustrie), 7,7 (3,8) Millionen Mark auf Baudia (Bauwirtschaft) sowie 4,5 (3,3) Millionen Mark auf Bibdia (Bibliotheken). Rund 44 Prozent des Produktumsatzes seien Neugeschäft gewesen.