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09.06.2000 - 

Arbeitserlaubnis bleibt auch nach der Verabschiedung umstritten

Von der Green Card profitieren nur wenige

09.06.2000
MÜNCHEN (CW) - Die Bundesregierung hat die Green-Card-Verordnung verabschiedet. Theoretisch steht jetzt der Anwerbung von 20000 IT-Experten aus Nicht-EU-Ländern nichts mehr im Wege. In der Praxis jedoch drohen Konflikte auf verschiedenen Ebenen.

Anfang August werden die ersten Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen vergeben. Voraussetzung für Bewerber ist ein Hochschulabschluss in einem IT-Studiengang oder ein Jahresbruttogehalt von mindestens 100000 Mark. Diese Summe hat bereits in einigen IT-Abteilungen für mächtigen Wirbel gesorgt. Dort beschweren sich Mitarbeiter mit geringeren Einkommen und verlangen ebenfalls die 100000 Mark.

Die Arbeitserlaubnis soll für höchstens fünf Jahre gelten. Interessenten können in dieser Zeit ihren Arbeitgeber wechseln. Insgesamt soll das Procedere mit allen notwendigen Genehmigungen sechs Wochen dauern - für deutsche Verhältnisse wäre das ein revolutionäres Tempo.

Ungeklärt ist bislang die Verteilung. Gerüchten zufolge sind die Lobbyisten der Großkonzerne bereits vorgeprescht; IBM beispielsweise soll einen Bedarf von 3000 Mitarbeitern gemeldet haben. Die Mittelständler bleiben eher skeptisch, wie das Beispiel der Würth Gruppe zeigt. Hier war man vom bisherigen Einsatz indischer Programmierer enttäuscht. Noch unmissverständlicher äußert sich Oliver Ottenbreit vom Indo German Export Promotion Project: "Der Mittelstand braucht keine Green Card." Es gibt jedoch auch Unternehmen, die gute Erfahrungen gesammelt haben - etwa die Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH.