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13.01.1995

Von der Stiftung Warentest unter die Lupe genommen Die elektronischen Notizbuecher sind kaum benutzerfreundlich

MUENCHEN (CW) - Die Stiftung Warentest nahm sich im Dezemberheft 1994 der Taschencomputer an, die dem Benutzer mit ihren Datenbank- , Adress- und Notizbuchfunktionen das Leben leichter machen sollen. Die Berliner Tester prueften insbesondere Ergonomieaspekte, hier zeigten die 15 Kandidaten prompt die meisten Schwaechen.

Die digitalen Ordnungssysteme wurden in die drei Kategorien Taschencomputer mit Stifteingabe, solche mit einer Tastatur und elektronische Notizbuecher eingeteilt. Bei den fuenf Stiftcomputern konnten nur die bauaehnlichen Geraete von Apple ("Newton Message Pad") und Sharp ("Expert Pad PI-7000 G") halbwegs ueberzeugen. Die Modelle von Amstrad ("Pen Pad PDA 600"), Casio ("XL-7000") und von Hexaglot ("Touchme") wurden vor allem wegen einer unzureichenden Handschrifterkennung mit mangelhaft bewertet. Alle drei gestatten Eingaben darueber hinaus nur in Blockschrift, das Amstrad- und das Hexaglot-Modell schreiben sogar bestimmte Felder fuer die Eingabe vor.

Zwar wurde die Lernfunktion bei der Schrifteingabe des Apple- und des Sharp-PDAs noch positiv beurteilt, trotzdem kritisierten die Tester, fluessiges Schreiben sei "wegen der Fehlerrate und der Verzoegerung beim Erkennen der Woerter (oder Buchstaben) nicht moeglich". Vermerkt wurde zudem die Option, mit dem Sharp- und Apple-Geraet Faxe versenden zu koennen - dies allerdings nur mit Sonderzubehoer. Bei allen Geraeten sei die Stifteingabe "wegen der Hoehe der Geraete" schon nach kurzer Zeit unbequem.

Beim Casio-PDA stoerte zudem, dass es sehr langsam arbeitet. Wie das Hexaglot-System kann man auch den Casio-Rechner als Woerterbuch nutzen, allerdings sei der Wortschatz - so die Tester - sehr klein, weil eine Vielzahl von Sprachen angeboten werde.

Bei den Taschencomputern mit Tastatur - hier untersuchte die Stiftung Warentest die Psion-Modelle "Serie 3" und "Serie 3a", den "HP 100 LX" von Hewlett-Packard (HP) sowie Sharps "IQ-8900 G" - fiel das Urteil der Auguren noch am positivsten aus. Zwar seien die kleinen Tastaturen "nicht gerade bedienerfreundlich", trotzdem komme man mit ihnen "weit besser zurecht als mit der Stifteingabe" der PDAs. Solch eine bietet das Sharp-Modell zusaetzlich.

Ueberzeugend sei der Funktionsumfang der Rechner mit Tastatur. Allerdings kann in dieser Kategorie lediglich der HP-Rechner PCMCIA-Erweiterungsoptionen vorweisen. Der Spezialist fuer Taschenrechner integriert zudem das Tabellenkalkulationsprogramm "Lotus 1-2-3" unter dem DOS-Betriebssystem.

Den elektronischen Notizbuechern - hier standen drei Sharp-Modelle ("ZQ-6300 M", "ZQ-2650" und "ZQ-5300 M"), zwei Casio-Geraete ("SF- 4600" und "SF-9350") sowie das System "Turbo Data 3290" von MBO auf dem Pruefstand - bescheinigten die Tester, sie genuegten mit einem Terminplaner, einer Uhren- und Alarmfunktion sowie einer Adressdatenbank vielen Anspruechen. Doch abgesehen von dem geringeren Funktionsumfang gegenueber den anderen Rechnern blieben sie zum Teil "unter dem, was auch bei solch kleinen Geraeten an Ergonomie moeglich waere". Hier fielen vor allem die schlecht ablesbaren Displays und die kleinen Tastaturen als "sehr gewoehnungsbeduerftig" auf.

Allgemein monierten die Berliner auch bei diesen digitalen Alltagshilfen eine Bedienung, die erst erlernt werden muesse, dem intuitiven Arbeiten sind also sehr enge Grenzen gesetzt. Ausserdem sei das Zubehoer "oft suendhaft teuer".