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12.11.1993

Von Managern und Mainframes

Ironie geht nie, lautet eine Autorenregel. Also versucht Trauerwein erst gar nicht, in Personalentscheidungen der IBM- Spitze Genialisches und Pikantes hineinzuinterpretieren. Vor genau fuenf Monaten bestand IBM-Boss Louis Gerstner darauf, mit Bernard Puckett einem Mainframe-Veteranen die Rolle des Chefstrategen der IBM anzuvertrauen. Wissenden galt die Ernennung Pucketts als weiteres Indiz dafuer, dass Big Blues Old-Boys-Network nach wie vor gut funktioniert. Jetzt ist Puckett bei Gerstner in Ungnade gefallen, muss seinen Platz raeumen. Der altgediente Grossrechner- Marketier wolle sich selbstaendig machen, heisst es in einer IBM- Erklaerung zu Pucketts Ausscheiden lapidar. An seiner Stelle soll der Kopf der IBM-PC-Company, Jim Cannavino, als rechte Hand Gerstners nun frischen Wind in die blaue Chefetage bringen. Dabei ist ihm eine Bilderbuchkarriere bei Big Blue nicht gerade hinderlich. Denn auch Cannavino, der 1963 in die US-Corporation eintrat, ist im Grunde ein Mainframe-Mann. Ihm wird ueberdies als zweifelhaftes Verdienst angerechnet, Bill Gates und damit Microsoft gross gemacht zu haben. Gerstner, so viel ist klar, versteht weder etwas von PCs noch von Mainframes, womit Sebastian der Strategie-Story um Puckett und Cannavino doch noch eine lustige Seite abgewinnen kann.