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23.11.2001 - 

Friedrich Fröschl muss den Chefsessel räumen

Von Pierer zieht bei SBS die Notbremse

MÜNCHEN (wh) - Mit tiefroten Zahlen hat die Division Information and Communications (I&C) das Jahresergebnis der Siemens AG belastet. Neben dem Netzbereich ICN verbuchte insbesondere der Dienstleister Siemens Business Services (SBS) hohe Verluste. Konzernchef Heinrich von Pierer reagierte: Friedrich Fröschl muss sein Amt als SBS-Chef an den Fujitsu-Siemens-Sanierer Paul Stodden abgeben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr schmälerte SBS die Siemens-Bilanz um einen Ebitda-Verlust von 259 Millionen Euro. Allein im vierten Quartal verbuchten die Münchner einen Fehlbetrag von 304 Millionen Euro. Für die schlechten Zahlen muss SBS-Chef Fröschl den Kopf hinhalten: Von Pierer tauscht ihn gegen Paul Stodden aus, der als Sanierer von Fujitsu-Siemens Computers (FSC) Erfolge vorweisen kann.

Offiziell verkauft der Konzern die Demission des SBS-Chefs als Beförderung: Der 49-Jährige wird CIO der Siemens AG. Als Leiter der neu gegründeten Einheit Corporate Information and Operations (CIO) erhalte er "die zentrale Richtlinienkompetenz für E-Business, IT-Infrastruktur und die weltweite Standardisierung der Geschäftsprozesse". In der Branche wird der Personalwechsel anders bewertet: "Fröschl erhält jetzt die Quittung dafür, dass er es nicht geschafft hat, die Margen in den Griff zu bekommen", urteilt etwa Theo Kitz von der Privatbank Merck Finck & Co. (siehe Seite 8).