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10.09.1993

Vor allem fuer Datenbank- und TP-Anwendungen Unisys und Intel entwickeln ein gemeinsames Parallelsystem

MUENCHEN (CW) - Zusammen mit der Intel Corp. will die Unisys Corp. ein massiv-paralleles Rechnersystem (MPP) entwickeln, das auf dem Pentium-Prozessor basiert und fuer kommerzielle Anwendungen, vor allem Datenbankapplikationen und transaktionsorientierte Aufgaben, unter Unix gedacht ist.

Unisys wird das MPP-System sowohl verkaufen als auch die noetigen Unterstuetzungs-Dienstleistungen zur Verfuegung stellen. Das Debuet der Maschine ist fuer 1995 geplant.

Olen Akers, Vice-President Marketing der Federal Systems Division von Unisys, sagte, eine der ersten fuer das MPP-System zu entwickelnden Applikationen sei fuer den Bereich gedacht, in dem hoechste Anforderungen an Datenbankabfragen gestellt werden.

Solche Ansprueche sind traditionell auch bei Regierungsorganisationen angesiedelt. Hier findet Unisys seit jeher in ueberdurchschnittlichem Masse seine Kundschaft - etwa 30 Prozent des weltweiten Umsatzes oder 2,5 Milliarden US-Dollar erzielt der Hersteller aus Blue Bell, Pennsylvania, mit dieser Klientel.

Das Tandem Unisys-Intel duerfte sich allerdings harter Konkurrenz ausgesetzt sehen: Schon seit Jahren bietet NCR eine parallele Datenbankmaschine an, die ebenfalls auf Intels Standardprozessoren laeuft. Das ehedem von Teradata entwickelte System hatte NCR als OEM-Produkt veraeussert, bevor man das Unternehmen Teradata komplett uebernahm.

Unter anderem auch MPP-Spezialist Ncube sowie die Kendall Square Research, die wiederum mit der SNI im Oktober 1992 ein OEM- Abkommen fuer ihre KSR-1-Systeme eingingen, gehoeren zu den Mitbewerbern.

Von Unisys war ferner zu hoeren, die geplante MPP-Maschine sei Teil einer groesseren Familie Unix-basierter Client-Server-Loesungen, die man in Zukunft unter Nutzung des Intel-Pentium-Chips anbieten werde.

Dies ist insofern von Interesse, als der Kauf eines MPP-Systems Folgeauftraege bezueglich Workstations, Servern sowie Netz- und anderer Software nach sich zieht.