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21.07.2000 - 

Studie der Bundesanstalt für Arbeit zeigt

Vor allem Großunternehmen fördern die Weiterbildung

NÜRNBERG (CW) - Der Trend zu mehr Weiterbildung im Betrieb setzt sich fort - das stellte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB), Nürnberg, mit der Umfrage "IAB-Betriebspanel 1999" fest. Vor allem Großunternehmen engagieren sich für die Fortbildung ihrer Mitarbeiter.

Die Befragung umfasste eine Stichprobe von knapp 10 000 ost- und westdeutschen Betrieben, deren Auskünfte hochgerechnet wurden. Vier von zehn Unternehmen bieten demnach innerbetriebliche Weiterbildung für ihre Mitarbeiter an. Vor allem Firmen in den neuen Bundesländern bemühen sich zunehmend um die Qualifizierung ihres Personals. 1999 bildeten dort 42 Prozent ihre Mitarbeiter weiter, im Westen 38 Prozent.

Die Werte für 1997 lagen bei 39 Prozent in den neuen Ländern beziehungsweise 37 Prozent im Westen Deutschlands. Bundesweit nahm der Erhebung zufolge 1999 jeder fünfte Arbeitnehmer an einer betrieblichen Weiterbildung teil.

Am meisten tun die Großunternehmen - hier standen 1999 in praktisch allen Betrieben Angebote zur Verfügung. Für Kleinbetriebe ist es offensichtlich schwerer, ihre Mitarbeiter zu qualifizieren: Lediglich jedes dritte Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern war im vergangenen Jahr in der Weiterbildung aktiv.

Als "erfreulich" im Vergleich zu 1997 wertet die IAB-Studie die Tatsache, dass sich die Weiterbildungschancen für Frauen verbessert haben. Sowohl in den alten wie in den neuen Bundesländern nahmen Frauen überdurchschnittlich häufig an betrieblicher Fortbildung teil: im Westen 20 Prozent, im Osten 27 Prozent aller Arbeitnehmerinnen. 1997 hatte ihr Anteil noch bei 17 Prozent (West) beziehungsweise 25 Prozent (Ost) gelegen. Für qualifizierte Angestellte ist die betriebliche Weiterbildung laut Studie "nach wie vor am wichtigsten" - sie nutzten im Westen wie im Osten am häufigsten entsprechende Angebote: 32 Prozent beziehungsweise 38 Prozent aller Beschäftigten. Ungelernte oder angelernte Arbeitnehmer hatten dagegen eine deutlich geringere Beteiligung. So nahmen im Westen lediglich sieben Prozent von ihnen Qualifizierungsangebote wahr, im Osten immerhin doppelt so viele.

Abb:Qualifizierte Angestellte besuchen eher Kurse als Facharbeiter, wobei die IAB-Studie keine Gründe für das schlechte Abschneiden der weniger Qualifizierten nennt. Quelle: IAB-Betriebspanel 1999