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24.02.1995

Vor allem kleine und junge Betriebe stellen Mitarbeiter ein Grosse Softwarehaeuser tun sich schwer mit Personalaltlasten

Die Industrie stellt wieder Datenverarbeiter ein, allen voran Kommunikations- und PC-Spezialisten. Diese werden stark im Service- und Supportumfeld gesucht. Heiner Poessnecker, selbstaendiger Berater und Trainer in Hamburg, kommentiert die aktuelle Entwicklung.

Die Zahlen der juengsten EMC-Stellenmarktanalysen aus 33 Tageszeitungen und der COMPUTERWOCHE zeigen fuer Fach- und Fuehrungskraefte in der Informationstechnik und -verarbeitung seit dem letzten Halbjahr unter anderem, dass die Software-Entwickler wieder auf dem Vormarsch sind (siehe auch CW Nr. 7 vom 17. Februar 1995, Seite 1: "DV-Beratungsbranche stellt die Weichen auf Personalwachstum").

Nachdem in den letzten Jahren das Angebot fuer Programmierer kontinuierlich auf einen nie fuer moeglich gehaltenen Tiefststand geschrumpft war, konnte es nur noch besser werden. Im zweiten Halbjahr 1994 gegenueber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres wurden insgesamt 25 Prozent mehr Stellen fuer DV-Spezialisten ausgeschrieben. Industrie- wie Dienstleisterbranchen suchten wieder mehr DV-Fachkraefte fuer die Softwareproduktion der IT- Anbieter sowie die Org./DV-Bereiche der Anwender. Vieles laesst auf Nachholbedarf schliessen. Man konnte einfach nicht mehr laenger warten. Ein Qualitaetsverlust der Informationsverarbeitung bedeutet in der Regel auch eine Einbusse an Wettbewerbsvorteilen.

Unternehmen beginnen den Service ernst zu nehmen

Eine Art Initialzuendung fuer Wachstum geht erkennbar von den Industriebranchen aus. Deutlich wird das bei den Kommunikations- und PC-Spezialisten, die bei den Industriebranchen ein Plus von 67 Prozent verbuchen konnten. Auch Service- und Supportmitarbeiter erfreuen sich besonderer Beachtung. Das scheint eine Reaktion darauf zu sein, dass die Kunden von IT-Anbietern aus Industrie und Beratung sich dorthin wenden, wo der Service professionell abgewickelt wird. Zudem ist auf beiden Seiten die Einsicht eingekehrt, dass das Dienstleistungsangebot nicht laenger als kostenlose Zugabe betrachtet werden kann, sondern seinen Preis hat.

Benoetigt wird eine Generation von Entwicklern, die neue Softwaretechnologien beherrschen. Die klassischen und frueher so begehrten DV-Spezialisten wie zum Beispiel der Systemprogrammierer hingegen werden immer weniger nachgefragt und spielen statistisch kaum noch eine Rolle. Aehnlich verhaelt es sich mit dem guten alten Cobol- oder PL/1-Organisationsprogrammierer. Wer den Sprung auf den neuen Technologiezug nicht schafft, zaehlt heute zu den "Altlasten".

Damit hatten und haben vor allem die vormals grossen Beratungshaeuser mit 200 bis 1000 Mitarbeitern zu kaempfen. Ihnen fehlen in den meisten Faellen die Mittel, solche Mitarbeiter in einen weich gepolsterten Ruhestand zu entlassen. Junge Unternehmen, vor wenigen Jahren gegruendet, haben es da leichter. Sie sind die neuen Softwarelieferanten und expandieren.