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01.12.2008

Vor der Krise ist nach der Krise

Unsicherheit greift um sich. Mit jedem Tag, an dem Finanz- und Wirtschaftskrise von der Politik weitgehend unbehelligt ihr Unwesen treiben dürfen, nimmt die Angst aller Beteiligten zu. Ist mein Wirtschaftszweig auch betroffen? Wie steht es mit meinem Unternehmen, meiner Abteilung, meinem Job? Antworten auf diese Fragen kennt kaum einer. Die Folge: Alles wartet ab.

In dieser "Schaun-wir-mal-Zeit" werden praktisch keine Entscheidungen für etwas getroffen, sondern die Dinge werden auf Eis gelegt und seltener auch gestoppt. Die IT bildet da keine Ausnahme. Ihr ist klar, dass sie zumindest ihren prozentualen Anteil an den sicher kommenden Kostensenkungsprogrammen tragen muss, sie weiß aber nicht, wie schmerzhaft diese Maßnahmen werden und wie viel sie beitragen muss.

Den CIOs und IT-Managern merkt man diese Unsicherheit ebenfalls an. Sie suchen zurzeit ihresgleichen auf Konferenzen. Auf der Preisverleihung des Wettbewerbs "CIO des Jahres" von computerwoche und CIO, zu der übrigens mehr IT-Chefs kamen als jemals zuvor, ist die heraufziehende Krise das beherrschende Thema. "Wie gehen Sie damit um?", lautet die häufigste Frage. Schulterzucken und ein lakonisch bis ängstliches "Noch warten wir ab" sind die häufigste Antwort.

Das Warten zumindest dürfte bald vorbei sein. Spätestens Anfang kommenden Jahres sind die Programme fertig, und in der IT wird wieder Schmalhans Küchenmeister. Und es steht leider zu befürchten, dass er nicht beim Betrieb mit Sparen ansetzt, sondern bei den Projekten, bei den Dingen, die die Unternehmen voranbringen. Nur wenige Unternehmen haben den Mut, anders vorzugehen, nur wenige beschäftigen sich schon jetzt mit der Zeit nach der Krise. Aber genau das wäre für die IT lebenswichtig. Es verringert die grassierende Unsicherheit und schafft Perspektive.

Weitere Meinungsbeiträge und Analysen finden Sie im Blog des Autors unter www.wittes-welt.eu.