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22.01.1999 - 

Vor Weihnachten florierte das Geschäft

Vor Weihnachten florierte das Geschäft Hiesige Surfer bescherten Online-Shops Umsatzplus

MÜNCHEN (CW) - Sowohl Web-Shops in den USA als auch hierzulande konnten in den Wochen vor Weihnachten deutlich mehr verkaufen. Beispielsweise gingen bei My-world etwa doppelt so viele Bestellungen ein.

Media Metrix, ein auf digitale Medien spezialisiertes Marktforschungsunternehmen mit Sitz in New York, hat Besucherzahlen der weltweit bedeutendsten Shopping-Sites in der Vorweihnachtszeit unter die Lupe genommen. Vor allem Web- Geschäfte, die Spielsachen und Kleidung feilbieten, verzeichneten demnach Zuwächse von 86 beziehungsweise 73 Prozent. Auch deutsche Internet-Kaufhäuser hatten regen Zulauf. In den Monaten von November und Dezember registrierte My-world, der Web-Shop des Karstadt-Konzerns, rund 80000 Besucher pro Woche, womit sich das Aufkommen gegenüber dem ersten Halbjahr 1998 verdoppelt hat. Verglichen mit dem zweiten Halbjahr 1998 wuchsen die Besucherzahlen dagegen nur um zwölf Prozent.

Zur Weihnachtszeit entschlossen sich zudem mit 30 Prozent wesentlich mehr My-world-Besucher als sonst dazu, online zu bestellen. Verglichen mit den Verkaufszahlen im zweiten Halbjahr 1998 verdoppelte sich dadurch die Anzahl der Einkäufe. Gleichzeitig sank jedoch der durchschnittliche Wert pro Auftrag auf 290 Mark (etwa 127 Euro). Besonders gefragt waren Artikel wie Modems und Spielesoftware. Aber auch der Absatz von Musik-CDs, Videofilmen und Büchern nahm zu. Nach Angaben von My-world machte das Weihnachtsgeschäft etwa ein Viertel des Jahresumsatzes aus, den das Unternehmen auf sieben Millionen Mark (3,58 Millionen Euro) schätzt.

Auch Konkurrent Quelle http://www.quelle.de verzeichnete höhere Umsätze in der Zeit vor den Festtagen. Das Unternehmen wollte aber keine Details über die Verteilung der Einnahmen preisgeben. Dagegen verkündete der Warenhauskonzern stolz einen Rekordumsatz von 25 Millionen Mark (12,78 Millionen Euro) im Internet-Geschäft, was einer Steigerung von 350 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. 1997 beliefen sich die Einnahmen im Web auf lediglich sieben Millionen Mark. Quelle bezieht diese Zahlen ausschließlich auf das Endkundengeschäft. Die vorwiegend männlichen Internet- Shopper im Alter zwischen 30 und 40 Jahren bestellten vor allem Unterhaltungselektronik, Computer und Zubehör sowie Elektrokleingeräte. Erstaunlicherweise wurden aber auch Kühlschränke und Herde über das Web bezogen.