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06.08.1976

Vorbereitung von Benchmark-Test

Diplomkaufmann Einar Scholtz

Nachdem die genauen Gründe für die Durchführung eines Benchmark-Testes analysiert worden sind, sollte man an die präzise Vorbereitung eines solchen Tests gehen. Es stellt sich nach kurzer Zeit immer wieder heraus, daß die Vorbereitung eines Benchmark-Tests entscheidend für das gesamte Ergebnis von Vergleichsläufen ist. Zudem müssen für die Vorbereitung umfangreicher Benchmark-Tests mitunter mehrere Mannwochen investiert werden, da sich ein beträchtlicher Aufwand ergibt, wenn man richtige und vor allem aussagefähige Ergebnisse erreichen will.

Auswahl der Programme

Für die Durchführung von Benchmark-Tests benötigt man Programme, mit deren Hilfe man die unterschiedlichen Situationen testen ,kann. In den meisten Fällen wird man auf bereits geschriebene Programme zurückgreifen, weil der Aufwand für die Erstellung geeigneter Programme zu hoch ist. Hier muß man in den meisten Fällen Kompromisse, schließen.

Die Auswahl der Programme soll so vorgenommen werden, daß man die typische Situation, welche man testen möchte, möglichst exakt trifft. Die Statistiker sprechen hier von einem Quotenauswahlverfahren. Die Struktur der Anwendungssituation soll möglichst gut nachgebildet werden.

Wenn man etwa einen Gesamt-Systemtest aus der Sicht des Durchsatzes vornehmen möchte, so kommen etwa folgende Programme auf Systemseite in Frage:

1. Sort/Merge

2. Utilities

3. Compiler

4. Linkage Editor

Auf der Anwendungsseite sollte man entsprechend der Benutzersituation folgende Arten aussuchen:

1. Rechenintensive Programme

2. I/O-intensive Programme mit unterschiedlichen Verarbeitungsarten bei Platten wie sequentiell, direkt, ISAM, VSAM etc.

3. Programme mit Overlays

4. Eventuell TP-Programme

Die Auswahl dieser Programme sollte genau auf den Zweck des Benchmark-Tests abgestimmt sein und möglichst die Benutzersituation voll treffen.

Es ist zu empfehlen, die getroffene Auswahl der Programme mit dem Hersteller abzustimmen, wenn es etwa um einen Systemtest geht. Damit schaltet man Diskussionen nach Durchführung des Tests aus.

Man sollte sich ebenso von der Stabilität der Programme überzeugen. Unkontrollierte DUMPS können sich ausgesprochen störend auswirken.

Auswahl der Dateien

Die Auswahl geeigneter Programme reicht für die Vorbereitung eines Systemtests nicht aus. Man benötigt alle Dateien, die mit Hilfe der ausgewählten Programme ausgewertet bzw. verarbeitet werden sollen. Die Auswahl der Dateien hat dabei so zu erfolgen, daß die Ausgangssituation für alle Benchmark-Läufe genau gleich ist. Es ist daher erforderlich, daß man sich für die Verarbeitung von Plattendateien, die einer Veränderung während der Verarbeitung unterliegen, spezielle Ladeprogramme erzeugt, um jeweils gleiche Ausgangssituationen zu erstellen. Sofern man über genügend Plattenlaufwerke verfügt, kann man auch die Plattenlaufwerke duplizieren. Hier muß man jedoch aufpassen, daß die Umgebung der Plattenbestände genau gleich ist.

Mitunter kann es auch erforderlich sein, Dateien auf mehrere Plattenlaufwerke zu verteilen oder mehrere Dateien auf ein Laufwerk zu konzentrieren, wenn man etwa Effekte der Umorganisation der Plattenbelegung testen will.

Job Control/Prozeduren

Ohne Job Control kann keine Verarbeitung stattfinden. Man muß sich daher die Mühe machen, die Job Control exakt im voraus zu bestimmen. Dies ist auch deshalb sehr wichtig, damit keine unkontrollierbaren Zusammenbrüche erfolgen oder sich Schwierigkeiten im Multiprogramming-Betrieb ergeben.

Bedienungsanweisungen

Selbstverständlich ist für jeden Job eine präzise Bedienungsanweisung zu erstellen. Alle Reibungsverluste auf der Seite der Bedienung sollte man möglichst ausschalten.

Sonstige Unterlagen

Sofern sonstige Unterlagen wie Vordrucke, Lochbänder etc. benötigt werden, sollte man diese Dinge rechtzeitig bereitlegen, um alle Probleme der Wartezeiten von vornherein auszuschalten. Dies gilt auch für Leerbänder, Arbeitsplatten etc.

Auf die Probleme der Job-Mix-Planung, der Laufzeiten-Bestimmung sowie der Abwicklung wird in einem weiteren Scholz-Report eingegangen.