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03.09.2009

Vorentscheidung im Handelsstreit zwischen Airbus und Boeing

NEW YORK (Dow Jones)--Im jahrelangen Streit um staatliche Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing wird die Welthandelsorganisation (WTO) zum Ende der Woche der europäischen Seite eine Richtung vorgeben. Am Freitag soll die EU-Kommission den ersten vertraulichen Urteilsentwurf in der Klage der Vereinigten Staaten gegen die Europäer und damit Airbus erhalten. Beobachter sagen, für Airbus mit dem Mutterkonzern EADS NV stehe ihre Finanz- und Entwicklungsplanung auf dem Spiel. Es geht um die Frage, wie viel Staatsgeld künftig in den Bau neuer Modelle fließen darf - und ob möglicherweise Subventionen zurückbezahlt werden müssen.

NEW YORK (Dow Jones)--Im jahrelangen Streit um staatliche Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing wird die Welthandelsorganisation (WTO) zum Ende der Woche der europäischen Seite eine Richtung vorgeben. Am Freitag soll die EU-Kommission den ersten vertraulichen Urteilsentwurf in der Klage der Vereinigten Staaten gegen die Europäer und damit Airbus erhalten. Beobachter sagen, für Airbus mit dem Mutterkonzern EADS NV stehe ihre Finanz- und Entwicklungsplanung auf dem Spiel. Es geht um die Frage, wie viel Staatsgeld künftig in den Bau neuer Modelle fließen darf - und ob möglicherweise Subventionen zurückbezahlt werden müssen.

Bis die Amerikaner allerdings Handelssanktionen auf Basis eines WTO-Urteils gegen Airbus verhängen dürfen, werden allerdings noch einige Jahre ins Land gehen, sagen Experten. Denn das Urteil in dem 2004 angestrengten Verfahren werde ausreichend vage formuliert sein, so dass Europa viele Möglichkeiten finden werde, dagegen vorzugehen.

Außerdem ist ein weiteres WTO-Verfahren anhängig, das die Europäer gegen die Boeing Co wegen angeblicher Steuervorteile und Rüstungssubventionen angestrengt haben. Es hinkt dem Airbus-Verfahren nach Meinung von Beobachtern etwa sechs bis neun Monate hinterher.

Öffentlich gemacht wird die Vorentscheidung des WTO-Schiedsgericht am Freitag zwar nicht, doch ist davon auszugehen, dass Details durchsickern werden, zumal die Betroffenen Unternehmen und Handelsminister dazu Stellung nehmen müssen. Die USA werfen Europa vor, Airbus profitiere in unfairer Weise von Krediten zur Entwicklung neuer Flugzeuge. Nur auf diese Weise sei es dem europäischen Hersteller gelungen, in kurzer Zeit so viele neue Maschinen auf den Markt zu bringen und den Marktanteil bei ausgelieferten Verkehrsmaschinen von 15% im Jahr 1990 auf 56% im vergangenen Jahr zu steigern.

Airbus und EU-Vertreter dagegen sagen, die Kreditkonditionen seien bei weitem nicht so günstig wie unterstellt und ähnelten einem geschäftsüblichen Investment. Akut geht es um eine 2,9 Mrd EUR schwere Finanzierung für die A350 XWB, ein Großraumflugzeug für die Langstrecke, das direkt mit der Boeing 787 Dreamliner konkurriert, der für den amerikanischen Konzern gegenwärtig wichtigsten Neuentwicklung. Infrage steht aber auch die Finanzierung für die Produktion des schon gestarteten Superjumbos A380.

Boeing-Manager Theodore Austell äußerte die Hoffnung, dass die WTO die Finanzierungen zur versteckten Subvention erklären könnte und dass die USA auf dieser Basis Handelssanktionen gegen den Wettbewerber verhängen könnte. Airbus habe ohne jedes Risiko für 15 Mrd USD Entwicklungshilfen erhalten, die unter üblichen Konditionen Belastungen von 100 Mrd USD nach sich gezogen hätten.

Webseiten: http://www.eads.com http://www.boeing.com Von Christopher Hinton, John W. Miller und Daniel Michaels, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/rio/cbr Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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