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25.05.2005

Vorgeschmack auf Longhorn

Microsoft gab die Betaversionen von Techniken frei, die als Bausteine von Longhorn gelten.

Zu den Komponenten, die nun in die Betaphase eintreten, zählen das Grafiksystem "Avalon", die auf Web-Services beruhen-de Kommunikationsschicht "Indigo", die Software für das Identity-Management "Infocard" sowie das neue Dokumentenformat "Metro". Die beiden ersten gelten als Teil des neuen, auf .NET beruhenden Programmiermodells WinFX.

Entwickler können die Betaausführungen dieser wichtigen Subsysteme nutzen, um sich mit den neuen Konzepten vertraut zu machen. Sie benötigen dafür allerdings nicht die Vorabversion von Longhorn, weil sich Microsoft im letzten Jahr entschloss, Avalon und Indigo auch auf Windows XP und Server 2003 zu portieren. Als Entwicklungswerkzeug, das die Longhorn-Subsysteme unterstützt, bietet Microsoft derzeit die Beta 2 von Visual Studio 2005 an.

Während Microsoft die beiden letztgenannten Techniken schon länger propagiert, entstand das neue System zum Identitäts-Management eher im Verborgenen. Infocard repräsentiert die Client-Seite eines übergreifend angelegten Identity-Metasystems. Nach dem Scheitern des zentralistischen Passport-Ansatzes verfolgen die Redmonder nun wie die Liberty Alliance ein Konzept föderierter Identitäten, wollen dieser Initiative im Gegensatz zu zahlreichen anderen großen Softwarefirmen jedoch nicht beitreten. Infocard soll die zur Authentifizierung nötigen Daten auf dem lokalen Windows-Rechner speichern und nicht mehr in zentralen Passport-Datenbanken von Microsoft. Neben Benutzerkennung und Passwörtern kann das System auch Nummern von Kreditkarten oder Bankkonten sowie X.509-kompatible Zertifikate verwalten.

Zum Paket des Beta-Downloads gehören auch Tools zur Manipulation des erst kürzlich vorgestellten Dokumentenformats Metro, das auf XML basiert und gegen Adobes erfolgreiches Portable Document Format (PDF) konkurrieren soll. Wie sein Vorbild kennt auch Metro Mechanismen für das Digital-Rights-Managament, so dass sich die Nutzung und Verbreitung von Dateien einschränken lässt. (ws)