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Vorleistungen in Innovationen belasteten Jahresergebnis: Kienzle in die roten Zahlen gerutscht

27.11.1981

VILLINGEN (bi)-Weil kostendeckende Bürocomputerpreise am Markt derzeit nicht durchgedrückt werden können, ist der Schwarzwälder MDT-Hersteller Kienzle in die roten Zahlen gerutscht. Das Lamento der Villinger, es seien, "erhebliche Vorleistungen in geplante Produktinnovationen erbracht" worden, läßt Branchenbeobachter an die Triumph-Adler-Misere denken: "Dasselbe in Blau."

Die Kienzle Apparate GmbH, Villingen, mußte im Geschäftsjahr 1980/81 (31. März) Verluste in Höhe von 14,8 Millionen Mark hinnehmen. Obwohl der Umsatz der Firmengruppe, an der die Mannesmann AG mit 50 Prozent beteiligt ist, weltweit noch um fünf Prozent ( 1978/79: 17 Prozent) auf über eine Dreiviertelmilliarde anstieg, konnten "erhöhter Zinsaufwand und Steigerungen insbesondere der Personalkosten" nicht aufgefangen werden.

Eine gewisse Stagnation drückt sich in den im großen und ganzen unveränderten Anteilen des Bereichs Datensysteme (54 Prozent) und Apparate (46 Prozent) aus, ebenso in der gleichgebliebenen Anzahl der Mitarbeiter - im Inland 6671, weltweit sind es 8000. Auch der Exportanteil blieb mit 34 Prozent konstant.

Als Highlights sieht das Unternehmen die Vorstellung eines neuen Konzepts der Betriebsdatenerfassung und ein elektronisches Tank-Datensystem.

Auf dem Gebiet Platten- und Bildschirm-orientierter Mehrplatz-Computer seien inzwischen mehr als 3500 Kienzle-Anlagen im Einsatz.

Das Kienzle "Langfristprogramm" sieht vor, von der Datenverarbeitung zu einer "multinationalen Informationstechnologie" zu gelangen. Entsprechende Konzepte seien dafür ausschlaggebend gewesen, daß "das Fabrikat" für einige Großprojekte den Zuschlag erhalten habe.